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Es werden Posts vom November, 2016 angezeigt.

Kann Wäsche bei Frost trocknen?

Nasse Kleidung friert bei Frost zunächst ein. Doch wartet man etwas, wird sie trocken. Denn unter 0 Grad verdunstet Wasser direkt aus seinem Eis-Zustand heraus, ohne nochmal flüssig zu werden.

In einem warmen Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit kann es hingegen sein, dass die Luft keinen Wasserdampf mehr aufnimmt und Stoff tagelang feucht bleibt.

Warum sagt man, "herein, wenns kein Schneider ist"?

Es geht hierbei nicht um den Berufsstand der Schneider.

Ursprünglich sagte man "Herin, wans nit der Schnitter is"... Schnitter waren Erntehelfer, die mit der Sense mähten. Im Mittelalter starben viele Menschen an Seuchen, so wie hunderte Halme, die mit einem Sensen-Schlag abgemäht wurden. So wurde der Schnitter, der Sensenmann, Symbol des Todes. Und der soll nicht ins Haus kommen.

Wer erfand die Weihnachtsmärkte?

Im Mittelalter hatten Bürger zu Beginn der kalten Jahreszeit die Möglichkeit, sich auf (oft eintägigen) Märkten mit Fleisch und winterlichem Bedarf einzudecken. Im 14. Jahrhundert wurde auch Handerwerkern, wie Spielzeugmachern, Korbflechtern oder Zuckerbäckern erlaubt, Verkaufsstände zu errichten. Auch geröstete Kastanien, Nüsse und Mandeln gab es bald.

Am längsten gibt es den Bautzener Wenzelsmarkt, der auf ein von König Wenzel im Jahr 1384 verliehenes Marktrecht zurückgeht.

Wieso gibt es Staus, obwohl kein Unfall passierte?

Weil Autofahrer keine Fischschwärme sind. Fische bewegen sich zeitgleich und reagieren synchron auf äußere Einflüsse. Autofahrer verhalten sich aber verschieden. Bremst der vordere Fahrer stärker als der andere, setzt sich der Stau immer weiter nach hinten fort, weil der nachfolgende Fahrer bereits  abrupt bremst. Die Kettenreaktion verstärkt sich und irgendwann bleibt das erste Auto stehen.
Dass es also stockt, liegt nicht nur an Baustellen, Unfällen und hoher Verkehrsdichte, sondern auch an Geschwindigkeitsunterschieden.

Warum ist es so unordentlich bei Hempels unterm Sofa?

... weil sich "hämpeln" mit "pfuschen" übersetzen lässt. Einem bayerischen Wörterbuch von 1872 zufolge ist ein "Hämpel" ein "dummer Mensch". Der "Hampelmann" leitet sich davon auch her.

Aus dem Verb "hämpeln" für "pfuschen" entstand die Familie Hämpel. Daher rufen wir seit dem 20. Jahrhundert "hier siehts aus wie bei Hempels unterm Sofa!" wenn es bei jemanden extrem unordentlich und dreckig ist.

Woher kommt der Begriff "Urlaub"?

"Urlaub" entwickelte sich aus "urloup" - dem mittelhochdeutschen Wort für "Erlaubnis".

Schon im Mittelalter baten die Menschen um Erlaubsni, wenn sie sich eine Zeit lang von der Arbeit oder dem Dienst freistellen lassen und entfernen wollten. Ritter in Heldenepen fragten meist erst ihren Herren, bevor sie den Hof verlassen. So gebrauchen wir "Urlaub heute gleichbedeutend mit "Ferien".