Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom Dezember, 2010 angezeigt.

Frohe Weihnachten in allen Sprachen

Frohe Weihnachten in allen Sprachen

Afrikaans: Geseende Kerfees!
Albanisch: Gëzuar Krishlindjet!
Apache: Gozhqq Keshmish!
Arabisch: I'D Miilad Said!
Aragonese: Nabidà!
Armenisch: Shenoraavor Nor Dari!
Asturisch: Bones Navidaes!
Bandang: Mbung Mbung Krismie!
Bengalisch: Shuvo Baro Din!
Bislama: Mi wisim yufala eerywan one gutfala Krismas!
Bretonisch: Nedeleg laouen!
Bulgarisch: Vasel Koleda!
Chaha (Äthiopien): Bogem h n mh m!
Cherokee: Danistayohihv!
Cheyenne: Hoesenestotse!
Dänisch: Glædelig Jul!
Deutsch: Fröhliche Weihnachten!
Englisch: Merry Christmas!
Eskimo: Jutdlime pivdluarit!
Esperanto: Gajan Kristnaskon!
Estnisch: Rõõmsaid Jõulupühi!
Faroer: Gledhilig jól
Finnisch: Hyvää Joulua!
Flämisch: Zalig Kerstfeest!
Französisch: Joyeux Noël!
Friaulisch: Bon Nadâl!
Friesisch: Noflike Krystdagen!
Georgisch: Gilotsavt Krist'es Shobas!
Griechisch: Kala Christougenna!
Hausa: Barka da Kirsimatikuma!
Hawaiianisch: Mele Kalikimaka!
Hebräisch: Mo'adim Lesimkha!
Herero: Okresmesa ombw…

Woher stammt der Lebkuchen?

Lebkuchen, so wie wir sie heute kennen, wurden zum ersten Mal im Jahr 1296 in einem Ulmer Kloster schriftlich erwähnt. Andere Quellen nennen das belgische Städtchen Dinant, von dem aus die Grundidee zu den bekannten Printen ins nahegelegene Aachen wanderte. Wegen der damals noch seltenen und teuren Gewürze verbreiteten sich die Pfefferkuchen vor allem über die damals größten und wichtigsten Handelsstädte: Nürnberg, Augsburg, Ulm, Köln und Basel sind Ort mit lang zurückreichender Lebkuchentradition.

Der Name "Lebkuchen" hat vermutlich nichts mit Leben zu tun, sondern geht entweder auf das lateinische Wort "libum" (Fladen, Opferkuchen) oder den germanischen Begriff "Laib" zurück. Der Lebkuchen wurde das ganze Jahr über verzehrt. Beliebt war er vor allem, weil er sich lange lagern ließ. In Klöstern wurden große Vorräte für Notzeiten und als Spenden für Arme angelegt. In der Fastenzeit war der Lebkuchen sehr beliebt und wurde mit starkem Bier verzehrt.
Pfeffe…

Die Tradition des Weihnachtssterns

Der Weihnachtsstern, lateinisch Euphorbia pulcherrima, auch Adventsstern, Christstern oder Poinsettie genannt, gehört zur Gattung der Wolfsmilchgewächse und stammt aus Südamerika. Daß er sich als Symbol der Weihnachtszeit durchsetzte, ist noch nicht so lange her. Um 1828 war der amerikanische Botschafter in Mexiko Joel Poinsett von der Schönheit der Pflanze so begeistert, dass er sie später in seine Heimat nach South Carolina mitbrachte. Von dort verschickte er sie an Freunde und botanische Gärten, bis schließlich einzelne Gärtnereien begannen sie zu verkaufen.

Die Idee, die später nach ihrem Verbreiter benannte Poinsettia, als Weihnachtsblume zu vermarkten, lag wohl aufgrund ihrer Form und Farbgebung nahe. Typischerweise war es eine deutsche Einwandererfamilie, die in Hollywood um 1900 als erste auf diese Idee kam. Seinen hiesigen Namen trägt der Weihnachtsstern allerdings vor allem, weil die Blüte erst beginnt, wenn der Lichteinfall pro Tag weniger als zwölf Stunden dauert. Dann näm…

Weihnachtspyramide und Schwibbogen

Sowohl die Weihnachtspyramide als auch der Schwibbogen stammen, ebenso wie Räuchermännchen und etliche andere Weihnachtsfiguren und Figürchen, aus dem Erzgebirge. Das liegt daran, dass zum einen die Mehrheit der erzgebirgischen Bevölkerung im Bergbau arbeitete, wenig verdiente und nach Zuverdiensten suchen musste. Zum anderen daran, dass Technik und handwerkliches Geschick in diesem Arbeitsfeld immer eine große Rolle spielte und Holz als günstiges Werkmaterial im Überfluss zur Verfügung stand.

Früher hieß es, der Schwibbogen stelle in seiner Form einen Stolleneingang dar, aber die ersten um 1740 bekannten, noch aus Metall hergestellten Bögen waren mit Sonne, Mond und Sternen versehen. Das lässt eher darauf schließen, dass der Himmelsbogen dargestellt werden sollte - wohl auch ein Ausdruck der Sehnsucht nach Tageslicht, das die Bergleute im Winter fast gar nicht zu sehen bekamen. Die Figuren auf den heute meist aus Holz hergestellten Bögen stellten Figuren aus dem Alltag der Bevölkerun…

Woher stammt der Christstollen?

Der Christstollen ist vermutlich das älteste Weihnachtsgebäck in Deutschland. Erstmals wird er im Jahr 1329 in Naumburg an der Saale als Weihnachtsgabe für Bischof Heinrich I. von Grumberg schriftlich erwähnt. Der Stollen war ursprünglich eine Fastenspeise - ein sehr mageres Gebildebrot aus Hefeteig für die enthaltsame christliche Adventszeit. Kirchlich verboten waren in der Fastenzeit unter anderem Milch und Butter, was bedeutete, dass der Teig nur aus Wasser, Hafer und Rüböl geknetet werden durfte.

Das bewirkte einen eher tranigen Geschmack, der insbesondere den Adel störte. So sehr, dass sich 1430 Kurfürst Ernst von Sachsen mit seinem Bruder an den Papst wandte und ihn bat, das Butterverbot für Stollen aufzuheben. Dieser lehnte allerdings ab, und erst 1491 erteilte Papst Innozenz VIII. im sogenannten Butterbrief die Erlaubnis. Diese war allerdings an die Bedingung geknüpft, Bußgelder zur Errichtung des Freiberger Doms zu zahlen, und sollte nur für das Herscherhaus und seine Liefera…

Woher kommt eigentlich das Wort "Advent"?

Es stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Ankunft.

Das lateinische Wort heißt "Adventus". Ursprünglich entsprach der Begriff dem griechischen Wort "Epihaneia" (Erscheinung), das ebenfalls die Ankunft eines hohen Würdenträgers oder einer Gottheit im Tempel bedeuten konnte. Deswegen wurde das Wort von den frühen Christen übernommen, um ihre Beziehung zu Jesus Christus zu bezeichnen. Die Adventszeit galt bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts als Fastenzeit und dauerte, regional unterschiedlich, bis zu sechs Wochen. Papst Gregor der Große legte im 7. Jahrhundert die Dauer auf vier Wochen fest. Diese sollten die - nach biblischer Rechnung - 4.000 Jahre Wartezeit auf den Erlöser symbolisieren.

In der evangelischen und katholischen Kirche gilt die Adventszeit als Beginn des Kirchenjahres. Der erste Adventssonntag liegt zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. Jeder der vier Sonntage ist einem Thema gewidmet: Der erste dem Einzug Jesu in Jerusalem, der zweite bezieht…

Die Entstehung der deutschen Weihnachtsmärkte

Die ersten Weihnachtsmärkte im deutschen Sprachraum sind bereits um 1300 nachweisbar, hatten allerdings noch eine andere Bedeutung als heute. Sie dienten vor allem dazu, sich vor dem kältesten Teil des Winters noch einmal mit wichtigen Gütern, wie warmer Kleidung oder Nahrungsmitteln einzudecken. Früh wurde aber schon auf die Verpflegung vor Ort besonderer Wert gelegt, insbesondere auf warme Getränke und Speisen.
Lebzeltermärkte

Ungefähr zur selben Zeit verbreitete sich in den großen Städten, entlang der Haupthandelsrouten, das “Lebzelterhandwerk“, weil hier die teuren und seltenen Gewürze für die begehrten Pfeffer und Lebkuchen vorhanden waren. Traditionelle Weihnachtsmärkte trugen deswegen in ihren Anfangszeiten oft den Namen Lebzeltermarkt, wie es zum Beispiel in Augsburg der Fall war. Noch allerdings handelte es sich nur um relativ kurze Veranstaltungen, zumeist an den Adventwochenenden, oder einige Tage vor dem Heiligen Abend.

Das änderte sich erst mit der Reformation, als Luther…

Warum bleiben Zugvögel nicht für immer im Süden?

Jedes Jahr im Herbst brechen Milliarden Vögel zu einer langen Reise auf. Sie fliegen in den Süden, um dort zu überwintern. In den warmen Ländern finden sie Nahrung und ein Zuhause, bis es sie im nächsten Frühjahr wieder zurück in den Norden zieht. Doch warum nehmen die Zugvögel die Reisestrapazen überhaupt auf sich? Warum bleiben sie nicht einfach für immer im Süden.


Im Norden herrschen gute Lebensbedingungen für die Vögel
Die Antwort auf diese Frage weiß Julian Heiermann. Er ist Vogelexperte und arbeitet beim Naturschutzbund Deutschland. Julian Heiermann sagt: "Der Norden bietet den Vögeln im Sommerhalbjahr viel Nahrung und optimale Bedingungen zur Aufzucht der Jungen." Die Vögel können im Sommer also in Deutschland und anderen nördlichen Ländern gut leben und Küken bekommen.

Winterquartier als Notlösung

Julian Heiermann sagt außerdem: In den Winterquartieren sind die Lebensbedingungen für die Vögel oft gar nicht so gut. Hier leben bereits viele Vögel das ganze Jahr über - di…

Wie Tiere in der Kälte überleben

Winterschlaf, Winterruhe und -starre: Wie Tiere in der Kälte überleben
von Marlen Schott

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken - und die Zugvögel haben schon längst die Region verlassen, um Richtung Süden zu fliegen, der Sonne hinterher. Jetzt gilt es für die "Zurückgebliebenen", sich auf die dunkle und kalte Jahreszeit einzustellen. Um während der Wintermonate nicht zu erfrieren oder zu verhungern, haben viele Tiere Strategien entwickelt, um die kalte Jahreszeit hinter sich zu bringen.

Tiere treffen Vorkehrungen für den Winter - und wenn es nur das dicke Winterfell ist, welches sie vor der Kälte schützen soll. Einige Tiere können die Wintermonate nur überstehen, indem sie in der kalten Jahreszeit eine Winterruhe halten beziehungsweise in einen Winterschlaf oder gar eine Winterstarre fallen.

Der Grund dafür ist die extreme Kälte und die Knappheit der Nahrung. Der Boden ist hart gefroren und teilweise von Schnee bedeckt, die Bäume sind kahl - Essbares ist für viele …

Weihnachten in Afrika

Weihnachten in Afrika
von Kai Hirschmann

Zwar sind die meisten Menschen in Afrika Muslime, doch auch auf dem schwarzen Kontinent gibt es Länder, in denen viele Christen leben. Und die freuen sich natürlich auf Weihnachten. Am Beispiel Kenia, Nigeria und Ägypten zeigen wir dir, dass man in Afrika auch ohne Tannenbaum und weiße Schneepracht ein schönes Weihnachtsfest feiern kann.

Am Heiligen Abend haben vor allem die christlichen Kinder in Kenia alle Hände voll zu tun. Denn sie müssen das Haus sauber machen und schmücken. Außerdem ist es ihre Aufgabe, das festliche Essen vorzubereiten.

Am 25. Dezember feiern die Christen in Kenia dann mit ihrer Familie das Weihnachtsfest mit einem großen Festmahl. Nach dem Essen gehen alle dann in ihrem Dorf von Haus zu Haus und wünschen sich gegenseitig frohe Weihnachten. Dabei werden auch kleine Geschenke ausgeteilt. Wieder zu Hause wird dann bis in die frühen Morgenstunden weiter gefeiert und getanzt.

Nigeria: Die Reichen beschenken die Armen
An Weihn…

Weihnachten in Ozeanien

Weihnachten in Ozeanien
von Kai Hirschmann

In Ozeanien, das auf der anderen Seite der Erde liegt, ist es am 25. Dezember gerade Hochsommer. Klar, dass das Weihnachtsfest dort auch ganz anders gefeiert wird als bei uns.

Bei über 35°C kommt der Weihnachtsmann in Australien ganz schön ins Schwitzen. Santa Claus, wie der Weihnachtsmann hier heißt, stapft hier natürlich auch nicht in einem dicken roten Mantel durch den Schnee - sondern sitzt schon mal in Badehosen im Boot. Er bringt den Kindern die Geschenke an den Strand, wo die Weihnachtsparty stattfindet.

Da die meisten Australier ursprünglich einmal aus Europa eingewandert sind, schätzen sie aber auch das klassische Weihnachtsfest unterm Tannenbaum. So stellen viele Australier zu Hause Tannenbäume aus Plastik auf, besprühen diese mit Tannenduft und Kunstschnee - zünden Kerzen an - und haben so auch ein Weihnachtsfest, wie wir es kennen.

Philippinen: Ein Feuerwerk zum Weihnachtsfest
Die Philippinen sind der einzige Staat in Südostasien,…

Weihnachten in Amerika

Weihnachten in Amerika
von Kai Hirschmann


In Amerika wird das Weihnachtsfest am 25. Dezember gefeiert. In den USA und Kanada geht es dabei ziemlich modern zu - und alle Kinder hoffen wie bei uns auf tolle Geschenke von Santa Claus. In Lateinamerika ist das ganz anders. Dort geht es den Menschen vor allem um das gemeinsame Feiern der Geburt Jesu. Alle freuen sich vor allem auf ein leckeres Festmahl.

In den USA ist Weihnachten eine ganz große Sache - bunt und laut. Das liegt sicher auch daran, dass viele Amerikaner sehr gläubige Christen sind. Und das soll auch jeder sehen. Also dekorieren sie ihre ganzen Häuser mit bunten Lichterketten und stellen riesige Figuren vom Weihnachtsmann, seinen Rentieren in ihren Vorgarten. Die Geschäfte machen zu Xmas das Geschäft des Jahres. Sie haben riesige Weihnachtsabteilungen eingerichtet. Auch Hollywood dreht jedes Jahr spezielle Weihnachtsfilme, da die Amerikaner im Advent öfter ins Kino gehen.

Santa Claus bringt den amerikanischen Kindern übrigens…

Weihnachten in Europa

Weihnachten in Europa
von Kai Hirschmann

So nah - und doch so anders. In vielen Ländern Europas feiern die Menschen gar nicht am 24. Dezember Weihnachten. Und auch das Christkind kennen viele nicht. So bringt zum Beispiel in Italien die gute Hexe "La Befana" den Kindern ihre Geschenke.

In Italien beginnt die Adventszeit erst am 6. Dezember mit dem Nikolaustag. An diesem Tag kommt der Nikolaus aber nicht wie bei uns bei vielen Familien persönlich vorbei, sondern er hängt in der Nacht ein paar kleine Geschenke an die Schlafzimmertüre.

An Heiligabend gibt es in Italien dann eine Geschenkelotterie. Jeder bekommt das Geschenk, dessen Nummer er gezogen hat. Das große Weihnachtsfest wird am 25. Dezember gefeiert. Die ganze Familie versammelt sich dann um die Weihnachtskrippe.

Geschenke für die Kinder gibt es in Italien an Weihnachten nicht, sondern erst am 6. Januar. Die gute Hexe "La Befana" bringt sie. Der Legende nach war La Befana eine Frau, die sich bei Christi Gebur…

Warum gibt es den Weihnachtsbaum

Weihnachten ohne Weihnachtsbaum ist kein Weihnachten

Die Entwicklung des Weihnachtsbaumes kann zeitlich gesehen nicht genau festgesetzt werden. Es ist eher eine Mischung von Bräuchen aus den verschiedensten Kulturen. Man glaubte, dass in solchen immergrünen Pflanzen Lebenskraft stecke und deshalb wurde bereits bei den alten Römern das Haus mit Lorbeerzweigen zum Jahreswechsel geschmückt. Tannenzweige wurden in nördlichen Gebieten dafür verwendet, um bösen Geistern das Eintreten in das Heim zu verwehren und im Winter als Hoffnung auf die baldige Wiederkehr des Frühlings.

Im Mittelalter begann dann der Brauch zu bestimmten Festlichkeiten ganze Bäume zu schmücken, etwa den Maibaum. In den Kirchen gab es Bäume, die mit Äpfeln behängt wurden, um das Szenario mit Adam und Eva nachzuspielen. Noch bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde in Norddeutschland der Christbaum auf diese Art und Weise geschmückt, nämlich mit Äpfeln, aber auch mit den Figuren Adam, Eva und der Schlange. Diese Figuren war…

Warum gibt es den Adventskalender?

Die Vorläufer unseres Adventskalenders waren kleine (christlich motivierte) Rituale, um ab dem 1. Advent oder ab Dezember die verbleibenden Tage bis zum Heiligabend bewusst wahrzunehmen und herunterzuzählen. Ob die Menschen nun pro Tag ein Bild an die Wand hingen oder eine Holzleiter aufstellten, über die das Christkind jeden Tag eine Sprosse vom Himmel herabsteigen sollte. Gerade für Kinder dachten sich Eltern vielerorts auch Kalender aus, mit denen die Kleinen ihre Geduld und ihr Bravsein unter Beweis stellen sollten.

Welcher war der 1. süße Adventskalender?
Das waren vermutlich solche Kalender, für die Mütter 24 Plätzchen auf einem Pappkarton befestigten. Die Kinder konnten davon jeden Tag eines naschen, um sich die Wartezeit bis Weihnachten zu versüßen. Übrigens gehörte zu diesen Frauen auch die Mutter des späteren Erfinders des gedruckten Adventskalenders! Denn die Pfarrersfrau aus Maulbronn hatte pro Tag eine kleine schwäbische Biskuit-Spezialität auf einen Karton genäht. Den er…

Entstehung des Nikolaus

In der Nacht zum 6. Dezember, dem Nikolaustag, stellen heutzutage Kinder weltweit einen Stiefel vor die Tür oder hängen einen Strumpf über den Kamin. Kaum ein anderer Brauch ist so weit verbreitet, kaum einer ist so beliebt. Doch wer der freundliche Mann im roten Mantel ist, weiß kaum einer mehr. Die historische Person ist heute fast ganz vergessen. Dabei sind es gerade seine Taten und seine Hilfsbereitschaft, die in unseren heutigen Bräuchen weiterleben.
Zwei Bischöfe gleichen Namens

Beginnen wir mit der schlechten Nachricht: Der heute bekannte Nikolaus hat nie existiert. Er ist ein Produkt aus den wenigen überlieferten Legenden zweier historischer Personen. Alle Erzählungen über den guten Nikolaus basieren auf den Lebensgeschichten zweier Bischöfe gleichen Namens. Der eine war Bischof Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert nach Christus lebte. Von ihm ist bekannt, dass er wahrscheinlich von Kaiser Licinius eingekerkert wurde. Dessen Nachfolger, Kaiser Konstantin, ließ ihn wieder f…

Warum hilft Salz gegen glatte Straßen?

In vielen Gebieten Deutschlands ist in den letzten Tagen der Winter eingezogen. Schnee und Eis verwandeln die Straßen dabei oft in gefährliche Rutschbahnen. Doch die Städte haben sich für den Winter gerüstet. Sie haben Streusalz gekauft, mit dem die Wege und Straßen wieder vom Eis befreien können. Aber wie funktioniert das eigentlich?

Der Professor für Physik Doktor Othmar Marti ist Experte auf diesem Gebiet. Er erklärt, dass Eis gar nicht komplett hart und fest ist. Auf der Oberfläche liegt immer ein dünner Wasserfilm, der noch flüssig ist. Es entsteht ein Kreislauf: das flüssige Wasser gefriert und gleichzeitig taut von dem Eis darunter wieder ein wenig auf und sorgt dafür, dass erneut ein Wasserfilm über dem Eis entsteht. Wird nun Salz auf die Eisschicht gestreut, wird dieser Kreislauf aus Gefrieren und Auftauen durchbrochen, sagt Othmar Marti.

Salzwasser hat einen niedrigeren Gefrierpunkt
Das Salz fällt nämlich auf den Wasserfilm und die Salzkristalle lösen sich darin auf. Salzwass…

Wer war die Heilige Barbara

Historisch Gesichertes wissen wir von der heiligen Barbara sehr wenig. Die Forschungsliteratur ist ungeordnet. Was über Barbara bekannt ist, entstammt ausnahmslos der Heiligenerzählung, der Legende. Aber auch Legenden enthalten „Wahrheiten”, die es zu entschlüsseln lohnt.

Der Gedenktag der heiligen Barbara wird am 4. Dezember begangen. Die Legende nennt als Zeitpunkt ihres Martyriums und Todes die Regierungszeit des Kaisers Maximinus Daia (305, 310 - 313) und Nikomedien als Lebensraum, also das östlich vom damaligen Konstantinopel (heute: Istanbul) gelegene Gebiet. Die Entstehung der Legende scheint vor dem 7. Jahrhundert im byzantinischen Raum zu liegen. Über Byzanz gelangt die Legende um 700 nach Italien, von wo aus um 1000, als die Türken Kleinasien überrennen, die Reliquien „in Sicherheit” gebracht werden. Die Reliquien gelangen in das Kloster S. Giovanni Evangelista in Torcello. Die Goldene Legende, die „Legenda aurea”, erwähnt im 13. und 14. Jahrhundert die heilige Barbara noch…

Warum sind Rot und Grün die Farben der Weihnachtszeit?

Rot und Grün finden wir bei vielen weihnachtlichen Motiven kombiniert. Diese Farben sind nicht zufällig gewählt:

Grün ist die Farbe des Lebens und der Hoffnung. Besonders deutlich wird dies beim Weihnachtsbaum. Bäume und immergrüne Gewächse gelten seit jeher als Zeichen des Lebens. Ein auch im Winter grüner Baum steht für die Hoffnung, dass nach der kalten Jahreszeit der Frühling zurückkehrt.

Im Gegensatz dazu steht Rot für Blut. Damit weist das Symbol bereits am Tag der Geburt Christi auf dessen Tod am Karfreitag hin.

Wie kommt die Kohlensäure ins Mineralwasser?

Das kennen wir alle: Öffnen wir eine Flasche Sprudel, zischt es manchmal, oder das Wasser schwappt sogar heraus. Das liegt an der Kohlensäure im Mineralwasser. Doch wie kommt die Kohlensäure überhaupt in das Getränk hinein?

Was ist CO2?

Wenn die geschlossene Flasche geschüttelt oder erwärmt wird, schäumt das Wasser nach dem Öffnen über. Das hat mit der Kohlensäure zu tun. Es handelt sich, chemisch gesehen, um Kohlendioxid (abgekürzt: CO2). Davon kann man manchmal im Fernsehen hören oder in der Zeitung lesen. Denn Kohlendioxid ist ein Gas, das beim Verbrennen von Kohle, Holz oder Benzin entsteht. Es ist mitverantwortlich für den Klimawandel und die Erwärmung der Erde.

Was macht das Kohlendioxid mit dem Wasser

Im Mineralwasser ist aber Kohlendioxid drin, das ganz natürlich tief in der Erde entsteht, sagt Tilman Kerstiens. Er ist beim Verband Deutscher Brunnen für technische Fragen zuständig. In dem Verband haben sich viele Mineralwasser-Unternehmen zusammengetan. Tilman Kerstiens sagt: &q…

Warum entzünden wir den Adventskranz?

Hier ist uns die rituelle germanische Totenverehrung erhalten geblieben: Adventskränze und Grabkränze sind kaum zu unterscheiden. Die Kreisform ist Sinnbild für das ewig Zyklische, entweder beim Menschen (Leben und Tod) oder in der Natur (Zusammenfallen von Anfang und Ende des Jahres). Die immergrüne Farbe symbolisiert – wie beim Christbaum – Fruchtbarkeit und Leben. Und die 4 Kerzen stehen nicht nur für die Adventswochen, sondern für die Jahreszeiten. Das Kerzenfeuer selbst bedeutet das Sonnenlicht, das zunächst immer spärlicher wird. Früher zündete man erst 4, dann 3, dann 2 und schließlich nur 1 Kerze an, als Symbol für die abnehmende Sonnenkraft. Zur Wintersonnenwende entzündeten die Menschen dann feierlich wieder alle Lichter. Heute beginnen wir mit 1 Kerze, dann kommt jeden Sonntag eine weitere dazu: ein weiterer Schritt durch den Lebenskreis. Wenn an Weihnachten schließlich alle 4 Kerzen brennen, haben wir den Kreislauf von Leben und Tod bis zum Ende durchlaufen und befinden un…