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Es werden Posts vom November, 2010 angezeigt.

Warum wird Zucker nicht schlecht?

Viele Kinder naschen gerne Zucker, wenn er auf dem Tisch steht. Sie können oftmals gar nicht genug davon kriegen. Doch warum müssen wir eigentlich nie Angst haben, dass der Süßstoff schlecht wird?

Zucker hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum

Wer im Supermarkt genau hinguckt, stellt fest, dass auf einer Packung Zucker kein Mindesthaltbarkeitsdatum steht. Während für andere Lebensmittel angegeben wird, wie lange sich die Sachen mindestens halten werden, gibt es das für Zucker nicht. Zucker wird nicht schlecht. Professor Andre Lipski von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn im Bundesland Nordrhein-Westfalen weiß auch, warum das so ist. Er sagt: "Das liegt daran, dass der Zucker jedem Schimmelpilz oder Bakterium sofort das Wasser entzieht. Bakterien sind winzigkleine Lebewesen. Wie Schimmelpilze können sie dafür sorgen, dass Lebensmittel schlecht werden. Kommen Pilze oder Bakterien mit Zucker in Berührung, verlieren sie all ihr Wasser und sterben. Ohne Wasser können sie nic…

Die Brüder Montgolfier

Am 26. August 1740 wurde Michel-Jospeh Montgolfier geboren. Zusammen mit seinem Bruder Étienne eroberte er für die Menschen am 4. Juni 1783 den Luftraum - erstmals starteten sie einen Heißluftballon.


Am 04. Juni 1783 gelang Joseph und Étienne de Montgolfier der erste Start eines Heißluftballons. Die Brüder verbrannten Papier unter der Öffnung eines aus Taft und leichten Stoffen gefertigten Hohlkörpers. Durch die entstandene Heißluft blähte sich der Seidensack auf und schwebte zur Decke, denn Luft dehnt sich bei Wärme aus, wird leichter und steigt nach oben.

Fliegende Tiere
Am 19. September 1783 wiederholten sie das Experiment vor den Augen des französischen Königspaares, Ludwigs des 16. und Marie Antoinette. Unter einer großen Montgolfière schickten die Brüder in einem Käfig einen Hahn, einen Hammel und eine Ente auf eine 8-minütige Reise, die die Tiere gut überstanden.

Und schwebende Menschen
Da die Tiere das Experiment überlebten, gab der König die Erlaubnis zu einem Aufstieg mit Me…

Wie werden eigentlich Legosteine hergestellt?

Mit Legosteinen spielen viele Kinder sehr gern. Sie bauen Häuser, Burgen oder Autos damit. Doch wie werden Legosteine eigentlich hergestellt? Helena Seppelfricke kann das erklären. Sie ist Pressesprecherin bei der Firma Lego. Das heißt, sie antwortet Journalisten, wenn sie Fragen zu dem Spielzeug haben. Helena Seppelfricke erklärt: "Legosteine gibt es schon seit dem Jahr 1958. Seit 1963 bestehen sie aus dem Kunststoff, aus dem sie noch heute gemacht werden".


Ein spezieller Kunststoff
Dieser Kunststoff hat einen langen und schwierigen Namen: Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat. Abgekürzt heißt das Material ABS. Dieser Kunststoff ist sehr hart, und er glänzt matt. Seine Oberfläche bleibt auch dann glatt, wenn Kinder auf einem Stein herum kratzen oder mit den Zähnen hineinbeißen. Außerdem lässt ABS die Steine besonders gut aneinander haften, erklärt Helena Seppelfricke.

Legosteine werden sehr heiß gepresst
Legosteine werden in speziellen Fabriken in mehreren Ländern herg…

Warum müssen Löcher in den Zähnen ausgebohrt werden?

Vor dem Zahnarzt haben manche Menschen Angst. Vor allem das Bohren in den Zähnen finden die Leute ganz schrecklich. Bohren muss der Zahnarzt, wenn er Karies gefunden hat. Das sind Löcher in den Zähnen. Aber warum müssen Löcher in den Zähnen noch zusätzlich ausgebohrt werden?


Was ist Karies?
Wer diese Frage beantworten will, muss wissen, wie Karies entsteht. Doktor Dietmar Oesterreich weiß gut über Karies Bescheid. Er ist Zahnarzt im Ort Stavenhagen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem ist er Vizepräsident bei der Bundeszahnärztekammer. Das ist eine Organisation, in der alle Zahnärzte in Deutschland Mitglied sind.

Bakterien lieben Zucker
Dietmar Oesterreich sagt: Im Mund leben Bakterien. Bakterien sind winzigkleine Lebewesen, die wir mit bloßem Auge nicht sehen können. Manche von ihnen sind gut für uns, manche schaden uns aber auch. Die Bakterien, die Karies verursachen, brauchen genauso wie wir Nahrung, erklärt Dietmar Oesterreich. Sie mögen alles, was Stärke enthält. Stärke…

Warum finden Brieftauben immer nach Hause?

Hast du dich schon einmal verirrt und den Heimweg nicht mehr gefunden? Brieftauben passiert das nicht. Die finden immer nach Hause. Aber warum ist das so? Doktor Martin Haase kennt die Antwort. Er ist Biologe und arbeitet in der Vogelwarte Hiddensee in der Stadt Greifswald im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Dort beobachtet und erforscht er Wildvögel.

Eine Landkarte im Kopf
Die Brieftaube ist zwar ein Haustier, aber das war nicht immer so, sagt der Fachmann. Sie stammt von der Felsentaube ab, die auf Klippen und in Berghöhlen lebt. In freier Wildbahn ist diese Taubenart sehr ortstreu. Sie baut ihr Nest gerne am selben Fleck oder bleibt zumindest in der näheren Umgebung. Dorthin findet sie immer wieder zurück. Von Natur aus hat sie nämlich einen ganz tollen Orientierungssinn. Die Taube hat so etwas wie eine Landkarte. "Keiner weiß genau, wie die aussieht", sagt der Experte. "Aber darauf kann die Taube schauen, dran riechen und sich mit anderen Sinnen orientieren."

Warum haben Adlige blaues Blut?

Wer heute leicht gebräunt ist, der passt ins Schönheitsideal. Früher war das aber anders. Blasse Haut war ein Markenzeichen der Schönen und Reichen. Während die ärmeren Leute draußen auf dem Feld arbeiten mussten und deshalb im Sommer braun wurden, konnten die Adligen im Haus bleiben oder sich gemütlich in den kühlen Schatten setzen. Durch ihre blasse Haut schimmerten die blauen Adern natürlich besonders gut hindurch. Es hatte also auf den ersten Blick den Anschein, als hätten die Adligen tatsächlich blaues Blut.

Wer bekam den ersten Stern auf dem Walk of Fame

Keine Frage, wer auf dem Walk of Fame ("Weg des Ruhms") verewigt wird, der hat es geschafft. Die amerikanische Schauspielerin Joanne Woodward hatte die Ehre, am 9. Februar 1960 als erste mit einem der berühmten Sternchen geehrt zu werden. Inzwischen zieren rund 2400 solcher Sterne den beliebten Gehsteig in Hollywood.

Warum sagt man "Das ist doch das Gleiche in Grün"?

Die Redensart beschreibt, dass zwei Dinge im Prinzip gleich sind. Aber warum denn in Grün?

Im Oktober 1921 brachte Citroen seinen Kleinwagen "5 CV" auf den Markt. Dieser war zunächst nur in der Farbe Zitronengelb erhältlich. Drei Jahre später kopierte Opel dieses Auto und stellte es unte dem Namen "4 PS" vor. Der einzige Unterschied: Das Opel-Modell war grasgrün - die Citroen-Hersteller hatten allen Grund zu sagen: "Das ist doch das Gleiche in Grün"

Wie entstehen Fata Morganas?

Reisende in der Wüste fürchteten sie, auf dem weiten Meer erzählte man sich schauerliche Geschichten über die mysteriösen Trugbilder, die ehrliche Seebären zum Schaudern brachten. Doch eigentlich ist eine Fata Morgana nichts weiter als eine Luftspiegelung und überhaupt nichts Gruseliges.

Einen ganz ähnlichen Effekt könnt ihr auch bei uns an heißen Sommertagen über asphaltierten Straßen beobachten: Über der Fahrbahn flimmert es.

Warum? Die Sonne heizt die Straße extrem auf, die heiße Luft steigt wegen ihrer geringeren Dichte hoch und trifft dabei auf die etwas kühlere Umgebungsluft. Die erhitzte Luft hat aber auch eine andere optische Dichte als kältere - so wie etwa Glas und Luft auch unterschiedliche Dichten haben.

Fällt ein Lichtstrahl durch diese beiden unterschiedlichen Schichten, wird er deshalb wie bei einem Brennglas gebrochen. Dadurch entsteht die optische Verzerrung, die wir als das Flimmern an heißen Tagen kennen.

Bei optimalen Bedingungen kann diese Brechung d…

Warum werden Babys nicht heiser

Das neugeborene Baby liegt in der Wiege und schreit. Und schreit, und schreit. Ist das normal, fragen sich die besorgten Eltern. Warum wird es eigentlich nicht heiser?

Alle Laute, die wir von uns geben - ob Schreien oder Sprechen - entstehen durch die Schwingungen der Stimmbänder im Kehlkopf. Sie bestehen aus Muskeln und Gewebeschichten, und wenn sie zu stark belastet werden, etwa durch langes Schreien, kann eine Entzündung im Kehlkopfbereich entstehen. Die verhindert dann, dass die Stimmbänder frei schwingen können, und die Stimme versagt - man ist heiser. Wie viele Organe in unserem Körper sind auch die Stimmbänder einem Abnutzungsprozess unterworfen. Je mehr sie im Laufe des Lebens beansprucht werden, desto anfälliger werden sie für Ausfälle, sprich: Heiserkeit. Genau da liegt der Vorteil gesunder Babys. Ihr Organ ist brandneu und voll funktionsfähig. Entwickelt sich der Säugling zum so genannten Schreikind, kann dieser Vorteil bereits nach einem Jahr vorüber sein und…