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Es werden Posts vom März, 2010 angezeigt.

Warum heißt ein unbemanntes Luftfahrzeug Drohne?

Schon die ersten unbemannten Luftfahrzeuge*, die zur Erkundung, Aufklärung oder der Zieldarstellung dienten, trugen Namen aus dem Bienenvolk. In den 1950er-Jahren gab es in den USA die ersten Feuerbienen, die das Militär unter anderem als unbemannte Ziele zu Übungswecken der Flugabwehr einsetzte und auch mal abschoss. In Deutschland kündigte die Bundeswehr in den 1960er-Jahren Drohnen als Flugkörper eines Nahaufklärungssystems an.

Geht man zurück zu den Feuerbienen, so war deren Bestimmung klar: Sie taugten hauptsächlich dazu, von den eigenen Leuten abgeschossen zu werden. Sie brachten also sonst keinen großen Nutzen – wie die männlichen Bienen, die weder Pollen noch Nektar sammeln oder sich sonst wie an den Arbeiten im Bienenstock beteiligen. Sie sind einzig dazu da, eine Königin zu begatten. Danach sterben sie, die Drohnen.

Aus diesem Grund ist Drohne auch die Bezeichnung für einen Faulenzer, Nichtsnutz. Und so ist wohl der Ursprung des Ausdrucks für das unbemannte Luftfahrzeug zu s…

Wie funktioniert ein Tintenkiller?

Der Tintenkiller verändert die Farbe
Ein Tintenkiller verändert den Farbstoff der Tinte. Der Farbstoff wird von einer blauen Form in eine glasklare Form gebracht. Dann kann man die Schrift auf dem Blatt nicht mehr sehen. Der Tintenkiller löscht die Schrift aber nicht weg. Man kann sie sogar wieder hervorzaubern, wenn man Essig oder Zitronensaft darüber tupft.

Chemische Verbindungen ermöglichen den Farbwechsel
Ein Farbstoff ist eine chemische Verbindung. Diese Verbindung kann sich verändern, wenn sie mit anderen Stoffen in Berührung kommt. Wenn man zum Beispiel Rotkohl mit Essig vermischt, wird das Gemüse rot. Vermischt man es aber mit Backpulver, das man in Wasser aufgelöst hat, wird der Rotkohl blau. Darum hat er auch den Namen Blaukraut.

So wird die Tinte unsichtbar
Genauso funktioniert es mit dem Tintenkiller. In dem Stift ist ein kleiner Schwamm, der mit einer Flüssigkeit getränkt ist. Auch die helle Spitze des Stiftes ist voll mit dieser Flüssigkeit. Wenn wir mit der Spitze über di…

Welchen Berufsgruppen vertrauen die Deutschen am meisten?

Das größte Vertrauen schenken Deutsche und Europäer jenen Berufsständen, auf die man sich verlässt, wenn es wirklich darauf ankommt: Feuerwehrleute, Piloten, Krankenschwestern, Apotheker und Ärzte. Diese fünf Berufe sind die Vertrauenssieger der Reader's Digest Studie.

Den Spitzenplatz erzielten erneut die Feuerwehrleute: 94 Prozent der Befragten in Deutschland (Vorjahr: 93 Prozent) sprachen den Feuerwehrleuten ein „sehr hohes“ bzw. „ziemlich hohes“ Vertrauen aus. Deutschlands Polizisten haben sich ebenfalls wacker geschlagen: Mit einem Vertrauenswert von 80 Prozent gehören sie noch zur Spitzengruppe, während ihre europäischen Kollegen im Durchschnitt nur auf 62 Prozent kommen. Auf den letzten Plätzen landeten Politiker, Autoverkäufer, Fußballspieler und Finanzberater.

Lehrer haben sich verbessert
Über die Jahre hinweg betrachtet, scheint das Vertrauen der Deutschen in die Spitzengruppe der Berufe unerschütterlich zu sein. Schon 2002, als die Studie erstmals das Vertrauen in die B…

Wo liegen die sprachlichen Wurzeln von „Vertuschung“?

Verbrechen werden vertuscht, bestimmte Umstände oder einfach peinliche Vorfälle, die nicht öffentlich werden sollen. Es geht darum, gezielt etwas zu verbergen oder sogar Spuren zu verwischen.

Das Wort ist im deutschen Sprachgebrauch schon länger bekannt als die Tusche, von der sicher viele glauben, dass sie Ursprung von „vertuschen“ ist. Es wäre ja auch sehr naheliegend: etwas mit Tische übermalen, damit es nicht mehr sichtbar ist. Doch das ist ein Irrtum.

Im alten Mittelhochdeutschen bedeuteten vertuzzen, vertussen, verdussen oder vertüschen gleich „bedecken, verbergen, verheimlichen“. Die Vorsilbe „ver-“ wirkt verstärkend. Denn tuschen an sich stand für „sich still verhalten“ und heute in Teilen Deutschlands noch für „zur Ruhe bringen, unterdrücken“. Es wird vermutet, dass tuschen lautnachahmenden Ursprung hat.*

Ausdrücke, die gerne stellvertretend für „vertuschen“ gebraucht werden, sind „etwas unter den Teppich kehren“ oder „unter den Tisch fallen lassen“. Sie sind sehr bildhaft u…

Was ist der Obolus?

Der Obolus ist eine kleine, geringwertige Silber- bzw. Bronzemünze aus dem antiken Griechenland (griechisch: obolós). Die Bezeichnung leitet sich von obelós ab, was „Spieß“ oder „Obelisk“ heißt. Das deutet darauf hin, dass in Zeiten vor der Münzprägung das Zahlungsmittel stab- bzw. spießförmig war.

Der Ausdruck „seinen Obolus entrichten oder leisten“ geht zurück auf die griechische Mythologie, hat also die ganzen Jahre bis heute überdauert. Danach muss ein bestatteter Toter mit seiner Seele über den Unterweltfluss Acheron gelangen. Damit das möglich wurde, legten die Menschen dem Verstorbenen einen Obolus unter die Zunge. Die kleine Münze war bestimmt für den Fährmann Charon, als Fährgeld für seine Dienste.

Warum entstanden Bahnen unter der Erde? Warum gibt es U-Bahnen?

In der 2. Hälfte des 19. Jh. gerieten in Großstädten Massenverkehrsmittel (z. B. Pferdeomnibusse) an ihre Leistungsgrenzen, was Schnelligkeit und die zurücklegbare Wegstrecke betraf. Hinzu kam, dass sich auf der Straße mittlerweile einfach zu viele Verkehrsteilnehmer tummelten, die sich gegenseitig behinderten. Deshalb planten die Menschen Verkehrsmittel, die unabhängig von den Hauptstraßen fahren konnten – auf eigenen Strecken. Zunächst setzten sie auf dampfbetriebene Eisenbahnen auf innerstädtischen Gleisen. London hatte eine Entlastung der Verkehrsströme besonders nötig, da es täglich wuchs. Es war im 19. Jh. die größte Stadt der Welt und ein bedeutendes Industrie-, Handels- und Banken-Zentrum. Im Jahr 1860 startete die Londonder Bahngesellschaft Metropolitan Railway (= hauptstädtische Eisenbahn) den Bau der 1. Strecke – unterirdisch geführt. Das war eine Weltpremiere!

Wie funktionierte das mit den Tunneln?
In London zog die neue Bahn immer mehr Fahrgäste an, sodass sich das Netz e…

Wie kommen die Geräusche beim Niesen zustande?

Wer einen Niesreiz verspürt, atmet tief ein und verschließt im Kehlkopf die Stimmritze. Danach zieht sich die Atemmuskulatur in Brust und Bauch schnell zusammen, sodass die eingeatmete Luft mit bis zu 180 km/h in Mundhöhle und Nasen- Rachen-Raum entweicht. Die Stimmritze öffnet sich unter dem Druck wieder, ganz plötzlich. Dadurch entsteht ein hustenähnliches Geräusch. Gleichzeitig entweicht der Mundhöhle ein Zischlaut: das „Hatschi“. Es entsteht, weil sich die Zunge reflexartig gegen den Gaumen drückt – und die Luft zwischen Gaumen und Zunge hindurchrauscht. Übrigens: Wollen Sie ein Niesen krampfhaft unterdrücken, sollten Sie die Luft möglichst kontrolliert aus der Lunge über die Nase entweichen lassen. Das hustenähnliche Geräusch im geschlossenen Mund lässt sich so aber nicht vermeiden!

Und warum sagen wir „Gesundheit“? Streng genommen sollen wir das ja nach den neusten Knigge-Empfehlungen nicht mehr tun. Trotzdem, der Mensch ist ein Gewohnheitstier, sagen es viele noch ganz automa…

Wo liegt der Ursprung des Weltfrauentags?

Ende August des Jahres 1910 kamen Vertreter von Gewerkschaften und Parteien zum internationalen sozialistischen Kongress in Kopenhagen zusammen. Einige der angereisten Frauen nutzten diesen Anlass, um am Tag davor eine sozialistische Frauenkonferenz abzuhalten. Initiiert hatte das Treffen die Sozialistische Fraueninternationale, die Vereinigung sozialistischer Frauen. Und an dieser Stelle kommt nun deren Leiterin, die deutsche Sozialistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin (1857–1933), ins Spiel. Sie schlug den etwa 100 Teilnehmerinnen der zweiten internationalen sozialistischen Frauenkonferenz die Einrichtung eines Weltfrauentages vor. An oberster Stelle sollte der Kampf um das Frauenwahlrecht stehen. Kämpfen sollten die Frauen außerdem gegen die Kriegsgefahr, gegen Preissteigerungen und um Fürsorge für Mutter und Kind*.

Es waren vor allem arbeitende Frauen (Proletarierinnen), die sich in Frauenbewegungen organisierten, um gegen politische Benachteiligung vorzugehen. Sie traf ihre Rec…

Warum bekommen wir beim Baden ganz schrumplige Haut?

Baden macht vielen Kindern Spaß. Doch wer schon mal zu lange in der Wanne war, weiß: Unsere Haut wird dann ganz schrumplig. Beim Baden im Meer passiert das nicht. Aber warum schrumpelt die Haut an Fingern und Zehen beim Baden in der Wanne?

Das Schrumpeln liegt am Salz
Dass die Haut an Fingern und Zehen beim Baden in der Wanne schrumplig wird, hängt mit dem Salz in der Haut zusammen. An den Fingerkuppen und den Zehen gibt es viel Hornhaut. Sie besteht aus abgestorbenen Hautzellen. Hornhaut enthält viel Salz. Im Vergleich dazu ist das Badewasser salzarm.

Viele verschiedene Salze Das bekannteste Salz ist Speisesalz, das wir über unser Essen streuen, wenn es zu wenig gewürzt ist. Es heißt Natriumchlorid und besteht aus den Elementen Natrium und Chlor. Elemente sind die kleinsten Bausteine des Lebens auf der Erde, aber auch der unbelebten Natur, zu der zum Beispiel Steine gehören. Es gibt aber noch viele andere Salze als unser Speisesalz.

Salze wollen sich ausdehnen
Wenn mehrere Elemente sic…

Woher kommt „Tacheles reden“?

Beim Tacheles reden sagen sich mindestens zwei Menschen offen und unverblümt die Meinung. Der Ausdruck ist umgangssprachlich. Das Wort Tacheles gibt es allein für sich stehend eigentlich nicht. „Tacheles reden“ fand vermutlich in der Kaufmannssprache Verwendung, in der 1. Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Im Jiddischen bedeutet tachles reden „zur Sache kommen“, wobei tachles das Ziel oder der Zweck ist. Das Wort entstammt wiederum dem hebräischen taklit – dem Ausdruck für Zweck, Ende oder Äußerstes.

* Die Münchner Sicherheitskonferenz sieht sich als das wichtigste unabhängige Forum zum Gedankenaustausch von Entscheidungsträgern der internationalen Sicherheitspolitik. Sie wurde 1962 von dem deutschen Verleger Ewald von Kleist als Wehrkundetagung gegründet. Seither kommen jedes Jahr in München Kabinettsmitglieder, Militärs, Abgeordnete, Wissenschaftler und Medienvertreter zusammen, um die jeweiligen sicherheitspolitischen Herausforderungen zu reflektieren (Quelle: www.securityconference…

Warum beginnt das Jahr mit dem Monat Januar?

Der Begriff „Monat“ hat seinen Ursprung im Mondumlauf – der Mond dreht sich in 29,5 Tagen 1-mal um die Erde. Ursprünglich hatten die Römer einen Mondkalender – ihr Jahr begann mit dem Monat März. Noch heute weisen die römischen Monatsnamen darauf hin. Ihre Namen leiten sich von Göttern oder Zahlen ab:

1. Martius (März) nach dem Gott Mars
2. Aprilis (April), vermutlich im Sinne von „der zweite, folgende (Monat)“
3. Maius (Mai) nach der Göttin Maia
4. Iunius (Juni) nach der Gottmutter Juno
5. Quintilis (Juli) für quintus = der fünfte (Monat ab März); nach der Reform 44 v. Chr. umbenannt in Iulius nach Julius Cäsar
6. Sextilis (August) für sextus = der sechste; ab 8 v. Chr. Augustus nach Kaiser Augustus
7. September für septem = 7
8. October für octo = 8
9. November für novem = 9
10. December für decem = 10
11. Ianuarius (Januar) nach dem Gott Janus
12. Februarius (Februar) ist der Reinigungsmonat (februare = reinigen); in diesem letzten Monat des Jahres fanden Sühne- und Reinigu…

Warum können Schiffe schwimmen?

Manche Leute fahren mit Schiffen in den Urlaub oder machen eine Bootsfahrt auf einem See. Schiffe bringen Autos, Lebensmittel und andere Dinge von einem Land zum anderen. Viele Schiffe werden aus Metall gebaut. Wenn wir ein Stück Eisen ins Meer schmeißen, geht es unter. Warum aber können Schiffe schwimmen?

Schiffe sind Hohlkörper
Das Gewicht des Schiffes ist egal, solange die Form stimmt. Denn Schiffe schwimmen, weil sie Hohlkörper sind. Die Tatsache, dass sie innen hohl sind, sorgt dafür, dass sie nicht untergehen. Beim Schwimmen wirken nämlich zwei verschiedene Kräfte: Das Gewicht des Schiffes drückt es nach unten, unter Wasser. Das Wasser aber drückt das Schiff nach oben. Wenn beide Kräfte gleich groß sind, dann können Dinge schwimmen - egal, aus welchem Material sie sind. Das Schiff muss so viel Wasser verdrängen wie es wiegt. Je mehr Wasser verdrängt wird, umso stärker ist die Kraft, mit der das Wasser das Schiff nach oben drückt. Die Schiffe sind so geformt, dass sie mehr Wass…