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Es werden Posts vom Februar, 2010 angezeigt.

Wissenswertes über die Pistazie - Heute ist Welt-Pistazien-Tag...

Die Pistazie gilt botanisch betrachtet als Steinfrucht und nicht als Nussfrucht. Der Pistazienkern ist der Same eines in Kleinasien beheimateten Baumes. Dieser wiederum hat eine lange Geschichte – wir Menschen kennen den Baum, der selbst mehr als 150 Jahre alt werden kann, schon seit rund 9.000 Jahren.

Der Pistazienbaum gedeiht am besten dort, wo es heiß und trocken ist, und in großen Höhen. Die Hauptanbaugebiete für Pistazien liegen in Zentralasien, im Nahen Osten sowie am Mittelmeer und in den USA/Kalifornien. Für eine gute Ernte braucht der Baum einige Stunden im Jahr mit kühlen Temperaturen um die 7 Grad Celsius. Wie Trauben sitzen die Pistazienbüschel am Baum und werden dann maschinell oder per Hand abgeschlagen oder -gerüttelt. Eine Pistazie besteht aus einer fleischigen rötlichen oder gelben Schale, dann kommt die uns bekannte dünne, harte Schale und schließlich der von einer dünnen Haut eingeschlossene grüne Kern. Werden die Pistazien geerntet, was im Frühjahr wie im Herbst d…

Warum sagen wir „da liegt der Hund begraben“?

Mittlerweile geht man davon aus, dass diese Redewendung wahrscheinlich nichts Tierisches an sich hat. Im Mittelhochdeutschen gebrauchte man das Wort hunde für Schatz oder Beute. Dort, wo die hunde begraben lag, lohnte es sich also, nach der Beute aus einem Raubzug zu suchen ... Im Vorteil war natürlich derjenige, der das Versteck kannte. „Da liegt der Schatz begraben“ deckt sich auch gut mit der Aussage der Redewendung, dass es um das Wichtigste geht.

Daneben gibt es noch einen sagenumwobenen Gedenkstein für einen Hund, dem diese Redewendung zugesprochen wird. Zu finden ist er im thüringischen Winterstein, mit der Inschrift: „ANO 1630 JAR ... WARD EIN HVND HIE HER BEGRAWEN DAS IN NICHT FRESSEN DIE RAWEN“. Gemeint ist der Hund „Stutzel“, der der Legende nach besonders schlau und treu gewesen sein soll. Er gehörte dem Jägermeister Christoph von Wangenheim und brachte in dessen Auftrag ganz alleine Brief-Botschaften zum Schloss Friedenstein nach Gotha. Als das Tier irgendwann starb, war …

Was sind Listerien?

Listerien sind Bakterien, die eigentlich überall vorkommen. Sowohl Wild- und Haustiere als auch Menschen und die Natur allgemein dienen den stäbchenförmigen Bakterien als Lebensräume. Listerien sind recht anpassungsfähig: Am liebsten mögen sie Temperaturen zwischen 30 und 37 Grad Celsius, sind aber auch bei -0,4 bis 45 Grad Celsius überlebensfähig, etwa im Kühlschrank. Sie können ihren Stoffwechsel sowohl mit als auch ohne Sauerstoff aufrecht erhalten, also auch innerhalb einer vakuumierten Käseverpackung.

Und das macht sie letztlich gefährlich für Menschen, deren Immunsystem geschwächt ist. Denn eine bestimmte Art von Listerien, Listeria monocytogenes, kann bei Menschen die Infektionskrankheit Listeriose auslösen, die im schlimmsten Fall zum Tode führen kann. Verantwortlich dafür sind meist Lebensmittel, die erhöhte Listerien-Werte haben, also mit diesen Bakterien verseucht sind. Das können ungewaschene Salate, unbehandeltes Obst und Gemüse, Speiseeis, Rohmilchprodukte oder Rohwurs…

Das Brandenburger Tor

Seit rund 20 Jahren ist das Brandenburger Tor in Berlin wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Zuvor stand das Wahrzeichen der Deutschen Hauptstadt 28 Jahre lang auf dem Sperrgebiet der Deutschen Demokratischen Republik (angekürzt: DDR) und konnte nur aus der Ferne bewundert werden. Erst nach dem Mauerfall von Berlin wurde das Brandenburger Tor endlich von seinen Sperranlagen befreit. Das feierten am 22. Dezember 1989 über 100.000 Menschen. So galt das Brandenburger Tor zuvor lange Zeit als Symbol der Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland. Seit dem Jahr 1989 ist das Brandenburger Tor nun das Zeichen für den Mauerfall und die Wiedervereinigung. Seine Geschichte geht jedoch noch viel weiter zurück.

Der Bau im 18. Jahrhundert
Bereits 1733 hatte der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. ein Tor mitten in Berlin errichten lassen. Nach dem Ende des siebenjährigen Krieges ließ der preußische König Friedrich Wilhelm II. das alte Tor abtragen und durch ein neues, größeres Tor ersetzen: Die …

Wie entsteht Schnee? Schneeflocken, ihre Entstehung und ihre Formen

Bei den derzeitig herrschenden winterlichen Temperaturen fragt man sich oft: Wie entstehen eigentlich Schneeflocken? Und wie kommt es, dass sie alle so unterschiedlich geformt sind? Wenn du verstanden hast, wie Regen entsteht, kannst du die Entstehung von Schnee einfacher nachvollziehen. Wir beginnen also mit dem Regen.

Wie entsteht Regen?
Das Wasser auf der Erde, zum Beispiel aus Flüssen und Meeren verdampft, wie das Wasser beim Wasserkochen. Der entstehende Wasserdampf steigt auf in Richtung Himmel. Umso höher der Wasserdampf steigt, umso mehr kühlt er ab. Denn weiter oben in der Luft werden auch die Lufttemperaturen immer kühler. Das ist auch der Grund weshalb auf vielen Bergen das ganze Jahr über Schnee liegt. Während der Wasserdampf abkühlt, kondensiert er, das heißt er gibt kleine Tröpfchen an die Luft ab. Aus diesen Tröpfchen entstehen Wolken. Die Wolken am Himmel erscheinen zwar wie weiche, große Wattewolken, sind aber ungemütlich feucht: Sie bestehen aus unvorstellbar vielen W…

Warum gibt es den Karneval?

Auf Hochdeutsch heißt die närrische Zeit Fastnacht, Karneval oder Fasching, abgesehen von den vielen regionalen Bezeichnungen. Alle Begriffe beziehen sich auf die Fastenzeit ab Aschermittwoch. So war die „Fastnacht“ ursprünglich der Abend vor dem Fastenbeginn. Im Laufe der Zeit dehnte sich das Feiern auf mehrere Tage als nur den einen vor Aschermittwoch aus.

Was haben zwei so gegensätzliche Ereignisse miteinander zu tun – das eine steht für Laster, das andere für Enthaltsamkeit? Der Ursprung des Karnevals ist vermutlich in der Antike zu finden: Zwischen der Wintersonnenwende und der Tag-und-Nacht-Gleiche feierten die Menschen im Mittelmeerraum heidnische Feste und Kultrituale zu Ehren der Götter, um den Winter zu vertreiben und die fruchtbaren Tage des Frühlings zu begrüßen. Möglicherweise versuchte die Kirche mit der Einführung des Christentums, diese Bräuche aufzufangen und mit kirchlichen Festtagen zu überlagern. Fest steht, dass Fasching und Fasten trotz ihrer Gegensätzlichkeit …

Warum ist heute Weiberfastnacht?

Es ist so, wie es sich anhört: Der Donnerstag vor Aschermittwoch wandelte sich im Laufe der Zeit zu einem Weibertag – zumindest in den rheinischen Karnevalshochburgen. Denn die Weiber hatten früher beim Karneval gar nichts zu feiern, dafür ihre Männer um so mehr. Also fanden sich hier und dort am Schwerdonnerstag grüppchenweise Frauen zusammen, um auch im Karneval ihren Spaß zu haben. Der Tag war sehr geeignet, denn donnerstags kamen ohnehin viele Frauen zum Markt oder ins Waschhaus. So waren sie unter sich, konnten mit viel Elan über alles schwätzen, was sie so bewegte. Und irgendwann machten sie diesen Tag zu ihrem Tag, ergriffen das Regiment und erstürmten Rathäuser.

Eine besondere Bedeutung erlangte die Weiberfastnacht in Bonn-Beuel, wo sie auch heute noch die Hauptattraktion ist. Im Jahr 1824, ein Jahr nachdem der Straßenkarneval nach den napoleonischen Kriegen wiederbelebt wurde, gründeten die Beueler Wäscherinnen ein Damenkomitee, um es den Männern mal so richtig zu zeigen. Di…

Was ist die Kopfpauschale?

Die sogenannte Kopfpauschale (eigentlich „Gesundheitsprämie“) ist ein Pauschalprämiensystem, bei dem die Gesundheitskosten von den Lohnzusatzkosten entkoppelt werden. Beschäftigte zahlen dann lohnunabhängig eine pauschale Prämie an die Krankenkasse, von den Arbeitgebern kommt kein Anteil mehr – sie hätten also geringere Arbeitskosten. Wer die Gesundheitskosten nicht alleine schultern kann, erhält eine Entlastung über das Steuersystem. So würden auch privat Versicherte über ihre Einkommensteuer zum Solidarausgleich beitragen. Dieses System soll zudem den Wettbewerb zwischen den Krankenkassen fördern.

Die Kopfpauschale, von der zurzeit die Rede ist, ist jedoch noch einmal eine abgewandelte Form (= „solidarische Gesundheitsprämie“) dieses reinen Prämiensystems. Laut Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP ist „eine weitgehende Entkoppelung der Gesundheitskosten von den Lohnzusatzkosten“ gewollt. Danach gibt es einen einkommensabhängigen Arbeitgeberanteil, dieser wird aber bei einem be…

Was heißt „sautieren“?

Dies ist ein Begriff für alle Kochfreunde unter uns oder solche, die es werden wollen: Etwas zu sautieren (von französisch sauter = springen, hüpfen) heißt, es in einer Pfanne in heißem Fett kurzzubraten, zu rösten oder zu schwenken (faire sauter quelque chose).

Ursprünglich war mit dem französischen sauter gemeint, dass der Koch oder die Köchin etwas in der Pfanne springen oder tanzen lässt ... Denn durch das Hin- und Herschwenken der Sauteuse (= eine Schwenkpfanne mit halbhohem Rand) wird der Inhalt gewendet.