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Frohe Weihnachten in allen Sprachen

Frohe Weihnachten in allen Sprachen

Afrikaans: Geseende Kerfees!
Albanisch: Gëzuar Krishlindjet!
Apache: Gozhqq Keshmish!
Arabisch: I'D Miilad Said!
Aragonese: Nabidà!
Armenisch: Shenoraavor Nor Dari!
Asturisch: Bones Navidaes!
Bandang: Mbung Mbung Krismie!
Bengalisch: Shuvo Baro Din!
Bislama: Mi wisim yufala eerywan one gutfala Krismas!
Bretonisch: Nedeleg laouen!
Bulgarisch: Vasel Koleda!
Chaha (Äthiopien): Bogem h n mh m!
Cherokee: Danistayohihv!
Cheyenne: Hoesenestotse!
Dänisch: Glædelig Jul!
Deutsch: Fröhliche Weihnachten!
Englisch: Merry Christmas!
Eskimo: Jutdlime pivdluarit!
Esperanto: Gajan Kristnaskon!
Estnisch: Rõõmsaid Jõulupühi!
Faroer: Gledhilig jól
Finnisch: Hyvää Joulua!
Flämisch: Zalig Kerstfeest!
Französisch: Joyeux Noël!
Friaulisch: Bon Nadâl!
Friesisch: Noflike Krystdagen!
Georgisch: Gilotsavt Krist'es Shobas!
Griechisch: Kala Christougenna!
Hausa: Barka da Kirsimatikuma!
Hawaiianisch: Mele Kalikimaka!
Hebräisch: Mo'adim Lesimkha!
Herero: Okresmesa ombw…

Woher stammt der Lebkuchen?

Lebkuchen, so wie wir sie heute kennen, wurden zum ersten Mal im Jahr 1296 in einem Ulmer Kloster schriftlich erwähnt. Andere Quellen nennen das belgische Städtchen Dinant, von dem aus die Grundidee zu den bekannten Printen ins nahegelegene Aachen wanderte. Wegen der damals noch seltenen und teuren Gewürze verbreiteten sich die Pfefferkuchen vor allem über die damals größten und wichtigsten Handelsstädte: Nürnberg, Augsburg, Ulm, Köln und Basel sind Ort mit lang zurückreichender Lebkuchentradition.

Der Name "Lebkuchen" hat vermutlich nichts mit Leben zu tun, sondern geht entweder auf das lateinische Wort "libum" (Fladen, Opferkuchen) oder den germanischen Begriff "Laib" zurück. Der Lebkuchen wurde das ganze Jahr über verzehrt. Beliebt war er vor allem, weil er sich lange lagern ließ. In Klöstern wurden große Vorräte für Notzeiten und als Spenden für Arme angelegt. In der Fastenzeit war der Lebkuchen sehr beliebt und wurde mit starkem Bier verzehrt.
Pfeffe…

Die Tradition des Weihnachtssterns

Der Weihnachtsstern, lateinisch Euphorbia pulcherrima, auch Adventsstern, Christstern oder Poinsettie genannt, gehört zur Gattung der Wolfsmilchgewächse und stammt aus Südamerika. Daß er sich als Symbol der Weihnachtszeit durchsetzte, ist noch nicht so lange her. Um 1828 war der amerikanische Botschafter in Mexiko Joel Poinsett von der Schönheit der Pflanze so begeistert, dass er sie später in seine Heimat nach South Carolina mitbrachte. Von dort verschickte er sie an Freunde und botanische Gärten, bis schließlich einzelne Gärtnereien begannen sie zu verkaufen.

Die Idee, die später nach ihrem Verbreiter benannte Poinsettia, als Weihnachtsblume zu vermarkten, lag wohl aufgrund ihrer Form und Farbgebung nahe. Typischerweise war es eine deutsche Einwandererfamilie, die in Hollywood um 1900 als erste auf diese Idee kam. Seinen hiesigen Namen trägt der Weihnachtsstern allerdings vor allem, weil die Blüte erst beginnt, wenn der Lichteinfall pro Tag weniger als zwölf Stunden dauert. Dann näm…

Weihnachtspyramide und Schwibbogen

Sowohl die Weihnachtspyramide als auch der Schwibbogen stammen, ebenso wie Räuchermännchen und etliche andere Weihnachtsfiguren und Figürchen, aus dem Erzgebirge. Das liegt daran, dass zum einen die Mehrheit der erzgebirgischen Bevölkerung im Bergbau arbeitete, wenig verdiente und nach Zuverdiensten suchen musste. Zum anderen daran, dass Technik und handwerkliches Geschick in diesem Arbeitsfeld immer eine große Rolle spielte und Holz als günstiges Werkmaterial im Überfluss zur Verfügung stand.

Früher hieß es, der Schwibbogen stelle in seiner Form einen Stolleneingang dar, aber die ersten um 1740 bekannten, noch aus Metall hergestellten Bögen waren mit Sonne, Mond und Sternen versehen. Das lässt eher darauf schließen, dass der Himmelsbogen dargestellt werden sollte - wohl auch ein Ausdruck der Sehnsucht nach Tageslicht, das die Bergleute im Winter fast gar nicht zu sehen bekamen. Die Figuren auf den heute meist aus Holz hergestellten Bögen stellten Figuren aus dem Alltag der Bevölkerun…

Woher stammt der Christstollen?

Der Christstollen ist vermutlich das älteste Weihnachtsgebäck in Deutschland. Erstmals wird er im Jahr 1329 in Naumburg an der Saale als Weihnachtsgabe für Bischof Heinrich I. von Grumberg schriftlich erwähnt. Der Stollen war ursprünglich eine Fastenspeise - ein sehr mageres Gebildebrot aus Hefeteig für die enthaltsame christliche Adventszeit. Kirchlich verboten waren in der Fastenzeit unter anderem Milch und Butter, was bedeutete, dass der Teig nur aus Wasser, Hafer und Rüböl geknetet werden durfte.

Das bewirkte einen eher tranigen Geschmack, der insbesondere den Adel störte. So sehr, dass sich 1430 Kurfürst Ernst von Sachsen mit seinem Bruder an den Papst wandte und ihn bat, das Butterverbot für Stollen aufzuheben. Dieser lehnte allerdings ab, und erst 1491 erteilte Papst Innozenz VIII. im sogenannten Butterbrief die Erlaubnis. Diese war allerdings an die Bedingung geknüpft, Bußgelder zur Errichtung des Freiberger Doms zu zahlen, und sollte nur für das Herscherhaus und seine Liefera…

Woher kommt eigentlich das Wort "Advent"?

Es stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Ankunft.

Das lateinische Wort heißt "Adventus". Ursprünglich entsprach der Begriff dem griechischen Wort "Epihaneia" (Erscheinung), das ebenfalls die Ankunft eines hohen Würdenträgers oder einer Gottheit im Tempel bedeuten konnte. Deswegen wurde das Wort von den frühen Christen übernommen, um ihre Beziehung zu Jesus Christus zu bezeichnen. Die Adventszeit galt bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts als Fastenzeit und dauerte, regional unterschiedlich, bis zu sechs Wochen. Papst Gregor der Große legte im 7. Jahrhundert die Dauer auf vier Wochen fest. Diese sollten die - nach biblischer Rechnung - 4.000 Jahre Wartezeit auf den Erlöser symbolisieren.

In der evangelischen und katholischen Kirche gilt die Adventszeit als Beginn des Kirchenjahres. Der erste Adventssonntag liegt zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember. Jeder der vier Sonntage ist einem Thema gewidmet: Der erste dem Einzug Jesu in Jerusalem, der zweite bezieht…

Die Entstehung der deutschen Weihnachtsmärkte

Die ersten Weihnachtsmärkte im deutschen Sprachraum sind bereits um 1300 nachweisbar, hatten allerdings noch eine andere Bedeutung als heute. Sie dienten vor allem dazu, sich vor dem kältesten Teil des Winters noch einmal mit wichtigen Gütern, wie warmer Kleidung oder Nahrungsmitteln einzudecken. Früh wurde aber schon auf die Verpflegung vor Ort besonderer Wert gelegt, insbesondere auf warme Getränke und Speisen.
Lebzeltermärkte

Ungefähr zur selben Zeit verbreitete sich in den großen Städten, entlang der Haupthandelsrouten, das “Lebzelterhandwerk“, weil hier die teuren und seltenen Gewürze für die begehrten Pfeffer und Lebkuchen vorhanden waren. Traditionelle Weihnachtsmärkte trugen deswegen in ihren Anfangszeiten oft den Namen Lebzeltermarkt, wie es zum Beispiel in Augsburg der Fall war. Noch allerdings handelte es sich nur um relativ kurze Veranstaltungen, zumeist an den Adventwochenenden, oder einige Tage vor dem Heiligen Abend.

Das änderte sich erst mit der Reformation, als Luther…

Warum bleiben Zugvögel nicht für immer im Süden?

Jedes Jahr im Herbst brechen Milliarden Vögel zu einer langen Reise auf. Sie fliegen in den Süden, um dort zu überwintern. In den warmen Ländern finden sie Nahrung und ein Zuhause, bis es sie im nächsten Frühjahr wieder zurück in den Norden zieht. Doch warum nehmen die Zugvögel die Reisestrapazen überhaupt auf sich? Warum bleiben sie nicht einfach für immer im Süden.


Im Norden herrschen gute Lebensbedingungen für die Vögel
Die Antwort auf diese Frage weiß Julian Heiermann. Er ist Vogelexperte und arbeitet beim Naturschutzbund Deutschland. Julian Heiermann sagt: "Der Norden bietet den Vögeln im Sommerhalbjahr viel Nahrung und optimale Bedingungen zur Aufzucht der Jungen." Die Vögel können im Sommer also in Deutschland und anderen nördlichen Ländern gut leben und Küken bekommen.

Winterquartier als Notlösung

Julian Heiermann sagt außerdem: In den Winterquartieren sind die Lebensbedingungen für die Vögel oft gar nicht so gut. Hier leben bereits viele Vögel das ganze Jahr über - di…

Wie Tiere in der Kälte überleben

Winterschlaf, Winterruhe und -starre: Wie Tiere in der Kälte überleben
von Marlen Schott

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken - und die Zugvögel haben schon längst die Region verlassen, um Richtung Süden zu fliegen, der Sonne hinterher. Jetzt gilt es für die "Zurückgebliebenen", sich auf die dunkle und kalte Jahreszeit einzustellen. Um während der Wintermonate nicht zu erfrieren oder zu verhungern, haben viele Tiere Strategien entwickelt, um die kalte Jahreszeit hinter sich zu bringen.

Tiere treffen Vorkehrungen für den Winter - und wenn es nur das dicke Winterfell ist, welches sie vor der Kälte schützen soll. Einige Tiere können die Wintermonate nur überstehen, indem sie in der kalten Jahreszeit eine Winterruhe halten beziehungsweise in einen Winterschlaf oder gar eine Winterstarre fallen.

Der Grund dafür ist die extreme Kälte und die Knappheit der Nahrung. Der Boden ist hart gefroren und teilweise von Schnee bedeckt, die Bäume sind kahl - Essbares ist für viele …

Weihnachten in Afrika

Weihnachten in Afrika
von Kai Hirschmann

Zwar sind die meisten Menschen in Afrika Muslime, doch auch auf dem schwarzen Kontinent gibt es Länder, in denen viele Christen leben. Und die freuen sich natürlich auf Weihnachten. Am Beispiel Kenia, Nigeria und Ägypten zeigen wir dir, dass man in Afrika auch ohne Tannenbaum und weiße Schneepracht ein schönes Weihnachtsfest feiern kann.

Am Heiligen Abend haben vor allem die christlichen Kinder in Kenia alle Hände voll zu tun. Denn sie müssen das Haus sauber machen und schmücken. Außerdem ist es ihre Aufgabe, das festliche Essen vorzubereiten.

Am 25. Dezember feiern die Christen in Kenia dann mit ihrer Familie das Weihnachtsfest mit einem großen Festmahl. Nach dem Essen gehen alle dann in ihrem Dorf von Haus zu Haus und wünschen sich gegenseitig frohe Weihnachten. Dabei werden auch kleine Geschenke ausgeteilt. Wieder zu Hause wird dann bis in die frühen Morgenstunden weiter gefeiert und getanzt.

Nigeria: Die Reichen beschenken die Armen
An Weihn…

Weihnachten in Ozeanien

Weihnachten in Ozeanien
von Kai Hirschmann

In Ozeanien, das auf der anderen Seite der Erde liegt, ist es am 25. Dezember gerade Hochsommer. Klar, dass das Weihnachtsfest dort auch ganz anders gefeiert wird als bei uns.

Bei über 35°C kommt der Weihnachtsmann in Australien ganz schön ins Schwitzen. Santa Claus, wie der Weihnachtsmann hier heißt, stapft hier natürlich auch nicht in einem dicken roten Mantel durch den Schnee - sondern sitzt schon mal in Badehosen im Boot. Er bringt den Kindern die Geschenke an den Strand, wo die Weihnachtsparty stattfindet.

Da die meisten Australier ursprünglich einmal aus Europa eingewandert sind, schätzen sie aber auch das klassische Weihnachtsfest unterm Tannenbaum. So stellen viele Australier zu Hause Tannenbäume aus Plastik auf, besprühen diese mit Tannenduft und Kunstschnee - zünden Kerzen an - und haben so auch ein Weihnachtsfest, wie wir es kennen.

Philippinen: Ein Feuerwerk zum Weihnachtsfest
Die Philippinen sind der einzige Staat in Südostasien,…

Weihnachten in Amerika

Weihnachten in Amerika
von Kai Hirschmann


In Amerika wird das Weihnachtsfest am 25. Dezember gefeiert. In den USA und Kanada geht es dabei ziemlich modern zu - und alle Kinder hoffen wie bei uns auf tolle Geschenke von Santa Claus. In Lateinamerika ist das ganz anders. Dort geht es den Menschen vor allem um das gemeinsame Feiern der Geburt Jesu. Alle freuen sich vor allem auf ein leckeres Festmahl.

In den USA ist Weihnachten eine ganz große Sache - bunt und laut. Das liegt sicher auch daran, dass viele Amerikaner sehr gläubige Christen sind. Und das soll auch jeder sehen. Also dekorieren sie ihre ganzen Häuser mit bunten Lichterketten und stellen riesige Figuren vom Weihnachtsmann, seinen Rentieren in ihren Vorgarten. Die Geschäfte machen zu Xmas das Geschäft des Jahres. Sie haben riesige Weihnachtsabteilungen eingerichtet. Auch Hollywood dreht jedes Jahr spezielle Weihnachtsfilme, da die Amerikaner im Advent öfter ins Kino gehen.

Santa Claus bringt den amerikanischen Kindern übrigens…

Weihnachten in Europa

Weihnachten in Europa
von Kai Hirschmann

So nah - und doch so anders. In vielen Ländern Europas feiern die Menschen gar nicht am 24. Dezember Weihnachten. Und auch das Christkind kennen viele nicht. So bringt zum Beispiel in Italien die gute Hexe "La Befana" den Kindern ihre Geschenke.

In Italien beginnt die Adventszeit erst am 6. Dezember mit dem Nikolaustag. An diesem Tag kommt der Nikolaus aber nicht wie bei uns bei vielen Familien persönlich vorbei, sondern er hängt in der Nacht ein paar kleine Geschenke an die Schlafzimmertüre.

An Heiligabend gibt es in Italien dann eine Geschenkelotterie. Jeder bekommt das Geschenk, dessen Nummer er gezogen hat. Das große Weihnachtsfest wird am 25. Dezember gefeiert. Die ganze Familie versammelt sich dann um die Weihnachtskrippe.

Geschenke für die Kinder gibt es in Italien an Weihnachten nicht, sondern erst am 6. Januar. Die gute Hexe "La Befana" bringt sie. Der Legende nach war La Befana eine Frau, die sich bei Christi Gebur…

Warum gibt es den Weihnachtsbaum

Weihnachten ohne Weihnachtsbaum ist kein Weihnachten

Die Entwicklung des Weihnachtsbaumes kann zeitlich gesehen nicht genau festgesetzt werden. Es ist eher eine Mischung von Bräuchen aus den verschiedensten Kulturen. Man glaubte, dass in solchen immergrünen Pflanzen Lebenskraft stecke und deshalb wurde bereits bei den alten Römern das Haus mit Lorbeerzweigen zum Jahreswechsel geschmückt. Tannenzweige wurden in nördlichen Gebieten dafür verwendet, um bösen Geistern das Eintreten in das Heim zu verwehren und im Winter als Hoffnung auf die baldige Wiederkehr des Frühlings.

Im Mittelalter begann dann der Brauch zu bestimmten Festlichkeiten ganze Bäume zu schmücken, etwa den Maibaum. In den Kirchen gab es Bäume, die mit Äpfeln behängt wurden, um das Szenario mit Adam und Eva nachzuspielen. Noch bis ins 19. Jahrhundert hinein wurde in Norddeutschland der Christbaum auf diese Art und Weise geschmückt, nämlich mit Äpfeln, aber auch mit den Figuren Adam, Eva und der Schlange. Diese Figuren war…

Warum gibt es den Adventskalender?

Die Vorläufer unseres Adventskalenders waren kleine (christlich motivierte) Rituale, um ab dem 1. Advent oder ab Dezember die verbleibenden Tage bis zum Heiligabend bewusst wahrzunehmen und herunterzuzählen. Ob die Menschen nun pro Tag ein Bild an die Wand hingen oder eine Holzleiter aufstellten, über die das Christkind jeden Tag eine Sprosse vom Himmel herabsteigen sollte. Gerade für Kinder dachten sich Eltern vielerorts auch Kalender aus, mit denen die Kleinen ihre Geduld und ihr Bravsein unter Beweis stellen sollten.

Welcher war der 1. süße Adventskalender?
Das waren vermutlich solche Kalender, für die Mütter 24 Plätzchen auf einem Pappkarton befestigten. Die Kinder konnten davon jeden Tag eines naschen, um sich die Wartezeit bis Weihnachten zu versüßen. Übrigens gehörte zu diesen Frauen auch die Mutter des späteren Erfinders des gedruckten Adventskalenders! Denn die Pfarrersfrau aus Maulbronn hatte pro Tag eine kleine schwäbische Biskuit-Spezialität auf einen Karton genäht. Den er…

Entstehung des Nikolaus

In der Nacht zum 6. Dezember, dem Nikolaustag, stellen heutzutage Kinder weltweit einen Stiefel vor die Tür oder hängen einen Strumpf über den Kamin. Kaum ein anderer Brauch ist so weit verbreitet, kaum einer ist so beliebt. Doch wer der freundliche Mann im roten Mantel ist, weiß kaum einer mehr. Die historische Person ist heute fast ganz vergessen. Dabei sind es gerade seine Taten und seine Hilfsbereitschaft, die in unseren heutigen Bräuchen weiterleben.
Zwei Bischöfe gleichen Namens

Beginnen wir mit der schlechten Nachricht: Der heute bekannte Nikolaus hat nie existiert. Er ist ein Produkt aus den wenigen überlieferten Legenden zweier historischer Personen. Alle Erzählungen über den guten Nikolaus basieren auf den Lebensgeschichten zweier Bischöfe gleichen Namens. Der eine war Bischof Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert nach Christus lebte. Von ihm ist bekannt, dass er wahrscheinlich von Kaiser Licinius eingekerkert wurde. Dessen Nachfolger, Kaiser Konstantin, ließ ihn wieder f…

Warum hilft Salz gegen glatte Straßen?

In vielen Gebieten Deutschlands ist in den letzten Tagen der Winter eingezogen. Schnee und Eis verwandeln die Straßen dabei oft in gefährliche Rutschbahnen. Doch die Städte haben sich für den Winter gerüstet. Sie haben Streusalz gekauft, mit dem die Wege und Straßen wieder vom Eis befreien können. Aber wie funktioniert das eigentlich?

Der Professor für Physik Doktor Othmar Marti ist Experte auf diesem Gebiet. Er erklärt, dass Eis gar nicht komplett hart und fest ist. Auf der Oberfläche liegt immer ein dünner Wasserfilm, der noch flüssig ist. Es entsteht ein Kreislauf: das flüssige Wasser gefriert und gleichzeitig taut von dem Eis darunter wieder ein wenig auf und sorgt dafür, dass erneut ein Wasserfilm über dem Eis entsteht. Wird nun Salz auf die Eisschicht gestreut, wird dieser Kreislauf aus Gefrieren und Auftauen durchbrochen, sagt Othmar Marti.

Salzwasser hat einen niedrigeren Gefrierpunkt
Das Salz fällt nämlich auf den Wasserfilm und die Salzkristalle lösen sich darin auf. Salzwass…

Wer war die Heilige Barbara

Historisch Gesichertes wissen wir von der heiligen Barbara sehr wenig. Die Forschungsliteratur ist ungeordnet. Was über Barbara bekannt ist, entstammt ausnahmslos der Heiligenerzählung, der Legende. Aber auch Legenden enthalten „Wahrheiten”, die es zu entschlüsseln lohnt.

Der Gedenktag der heiligen Barbara wird am 4. Dezember begangen. Die Legende nennt als Zeitpunkt ihres Martyriums und Todes die Regierungszeit des Kaisers Maximinus Daia (305, 310 - 313) und Nikomedien als Lebensraum, also das östlich vom damaligen Konstantinopel (heute: Istanbul) gelegene Gebiet. Die Entstehung der Legende scheint vor dem 7. Jahrhundert im byzantinischen Raum zu liegen. Über Byzanz gelangt die Legende um 700 nach Italien, von wo aus um 1000, als die Türken Kleinasien überrennen, die Reliquien „in Sicherheit” gebracht werden. Die Reliquien gelangen in das Kloster S. Giovanni Evangelista in Torcello. Die Goldene Legende, die „Legenda aurea”, erwähnt im 13. und 14. Jahrhundert die heilige Barbara noch…

Warum sind Rot und Grün die Farben der Weihnachtszeit?

Rot und Grün finden wir bei vielen weihnachtlichen Motiven kombiniert. Diese Farben sind nicht zufällig gewählt:

Grün ist die Farbe des Lebens und der Hoffnung. Besonders deutlich wird dies beim Weihnachtsbaum. Bäume und immergrüne Gewächse gelten seit jeher als Zeichen des Lebens. Ein auch im Winter grüner Baum steht für die Hoffnung, dass nach der kalten Jahreszeit der Frühling zurückkehrt.

Im Gegensatz dazu steht Rot für Blut. Damit weist das Symbol bereits am Tag der Geburt Christi auf dessen Tod am Karfreitag hin.

Wie kommt die Kohlensäure ins Mineralwasser?

Das kennen wir alle: Öffnen wir eine Flasche Sprudel, zischt es manchmal, oder das Wasser schwappt sogar heraus. Das liegt an der Kohlensäure im Mineralwasser. Doch wie kommt die Kohlensäure überhaupt in das Getränk hinein?

Was ist CO2?

Wenn die geschlossene Flasche geschüttelt oder erwärmt wird, schäumt das Wasser nach dem Öffnen über. Das hat mit der Kohlensäure zu tun. Es handelt sich, chemisch gesehen, um Kohlendioxid (abgekürzt: CO2). Davon kann man manchmal im Fernsehen hören oder in der Zeitung lesen. Denn Kohlendioxid ist ein Gas, das beim Verbrennen von Kohle, Holz oder Benzin entsteht. Es ist mitverantwortlich für den Klimawandel und die Erwärmung der Erde.

Was macht das Kohlendioxid mit dem Wasser

Im Mineralwasser ist aber Kohlendioxid drin, das ganz natürlich tief in der Erde entsteht, sagt Tilman Kerstiens. Er ist beim Verband Deutscher Brunnen für technische Fragen zuständig. In dem Verband haben sich viele Mineralwasser-Unternehmen zusammengetan. Tilman Kerstiens sagt: &q…

Warum entzünden wir den Adventskranz?

Hier ist uns die rituelle germanische Totenverehrung erhalten geblieben: Adventskränze und Grabkränze sind kaum zu unterscheiden. Die Kreisform ist Sinnbild für das ewig Zyklische, entweder beim Menschen (Leben und Tod) oder in der Natur (Zusammenfallen von Anfang und Ende des Jahres). Die immergrüne Farbe symbolisiert – wie beim Christbaum – Fruchtbarkeit und Leben. Und die 4 Kerzen stehen nicht nur für die Adventswochen, sondern für die Jahreszeiten. Das Kerzenfeuer selbst bedeutet das Sonnenlicht, das zunächst immer spärlicher wird. Früher zündete man erst 4, dann 3, dann 2 und schließlich nur 1 Kerze an, als Symbol für die abnehmende Sonnenkraft. Zur Wintersonnenwende entzündeten die Menschen dann feierlich wieder alle Lichter. Heute beginnen wir mit 1 Kerze, dann kommt jeden Sonntag eine weitere dazu: ein weiterer Schritt durch den Lebenskreis. Wenn an Weihnachten schließlich alle 4 Kerzen brennen, haben wir den Kreislauf von Leben und Tod bis zum Ende durchlaufen und befinden un…

Warum wird Zucker nicht schlecht?

Viele Kinder naschen gerne Zucker, wenn er auf dem Tisch steht. Sie können oftmals gar nicht genug davon kriegen. Doch warum müssen wir eigentlich nie Angst haben, dass der Süßstoff schlecht wird?

Zucker hat kein Mindesthaltbarkeitsdatum

Wer im Supermarkt genau hinguckt, stellt fest, dass auf einer Packung Zucker kein Mindesthaltbarkeitsdatum steht. Während für andere Lebensmittel angegeben wird, wie lange sich die Sachen mindestens halten werden, gibt es das für Zucker nicht. Zucker wird nicht schlecht. Professor Andre Lipski von der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn im Bundesland Nordrhein-Westfalen weiß auch, warum das so ist. Er sagt: "Das liegt daran, dass der Zucker jedem Schimmelpilz oder Bakterium sofort das Wasser entzieht. Bakterien sind winzigkleine Lebewesen. Wie Schimmelpilze können sie dafür sorgen, dass Lebensmittel schlecht werden. Kommen Pilze oder Bakterien mit Zucker in Berührung, verlieren sie all ihr Wasser und sterben. Ohne Wasser können sie nic…

Die Brüder Montgolfier

Am 26. August 1740 wurde Michel-Jospeh Montgolfier geboren. Zusammen mit seinem Bruder Étienne eroberte er für die Menschen am 4. Juni 1783 den Luftraum - erstmals starteten sie einen Heißluftballon.


Am 04. Juni 1783 gelang Joseph und Étienne de Montgolfier der erste Start eines Heißluftballons. Die Brüder verbrannten Papier unter der Öffnung eines aus Taft und leichten Stoffen gefertigten Hohlkörpers. Durch die entstandene Heißluft blähte sich der Seidensack auf und schwebte zur Decke, denn Luft dehnt sich bei Wärme aus, wird leichter und steigt nach oben.

Fliegende Tiere
Am 19. September 1783 wiederholten sie das Experiment vor den Augen des französischen Königspaares, Ludwigs des 16. und Marie Antoinette. Unter einer großen Montgolfière schickten die Brüder in einem Käfig einen Hahn, einen Hammel und eine Ente auf eine 8-minütige Reise, die die Tiere gut überstanden.

Und schwebende Menschen
Da die Tiere das Experiment überlebten, gab der König die Erlaubnis zu einem Aufstieg mit Me…

Wie werden eigentlich Legosteine hergestellt?

Mit Legosteinen spielen viele Kinder sehr gern. Sie bauen Häuser, Burgen oder Autos damit. Doch wie werden Legosteine eigentlich hergestellt? Helena Seppelfricke kann das erklären. Sie ist Pressesprecherin bei der Firma Lego. Das heißt, sie antwortet Journalisten, wenn sie Fragen zu dem Spielzeug haben. Helena Seppelfricke erklärt: "Legosteine gibt es schon seit dem Jahr 1958. Seit 1963 bestehen sie aus dem Kunststoff, aus dem sie noch heute gemacht werden".


Ein spezieller Kunststoff
Dieser Kunststoff hat einen langen und schwierigen Namen: Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat. Abgekürzt heißt das Material ABS. Dieser Kunststoff ist sehr hart, und er glänzt matt. Seine Oberfläche bleibt auch dann glatt, wenn Kinder auf einem Stein herum kratzen oder mit den Zähnen hineinbeißen. Außerdem lässt ABS die Steine besonders gut aneinander haften, erklärt Helena Seppelfricke.

Legosteine werden sehr heiß gepresst
Legosteine werden in speziellen Fabriken in mehreren Ländern herg…

Warum müssen Löcher in den Zähnen ausgebohrt werden?

Vor dem Zahnarzt haben manche Menschen Angst. Vor allem das Bohren in den Zähnen finden die Leute ganz schrecklich. Bohren muss der Zahnarzt, wenn er Karies gefunden hat. Das sind Löcher in den Zähnen. Aber warum müssen Löcher in den Zähnen noch zusätzlich ausgebohrt werden?


Was ist Karies?
Wer diese Frage beantworten will, muss wissen, wie Karies entsteht. Doktor Dietmar Oesterreich weiß gut über Karies Bescheid. Er ist Zahnarzt im Ort Stavenhagen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem ist er Vizepräsident bei der Bundeszahnärztekammer. Das ist eine Organisation, in der alle Zahnärzte in Deutschland Mitglied sind.

Bakterien lieben Zucker
Dietmar Oesterreich sagt: Im Mund leben Bakterien. Bakterien sind winzigkleine Lebewesen, die wir mit bloßem Auge nicht sehen können. Manche von ihnen sind gut für uns, manche schaden uns aber auch. Die Bakterien, die Karies verursachen, brauchen genauso wie wir Nahrung, erklärt Dietmar Oesterreich. Sie mögen alles, was Stärke enthält. Stärke…

Warum finden Brieftauben immer nach Hause?

Hast du dich schon einmal verirrt und den Heimweg nicht mehr gefunden? Brieftauben passiert das nicht. Die finden immer nach Hause. Aber warum ist das so? Doktor Martin Haase kennt die Antwort. Er ist Biologe und arbeitet in der Vogelwarte Hiddensee in der Stadt Greifswald im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Dort beobachtet und erforscht er Wildvögel.

Eine Landkarte im Kopf
Die Brieftaube ist zwar ein Haustier, aber das war nicht immer so, sagt der Fachmann. Sie stammt von der Felsentaube ab, die auf Klippen und in Berghöhlen lebt. In freier Wildbahn ist diese Taubenart sehr ortstreu. Sie baut ihr Nest gerne am selben Fleck oder bleibt zumindest in der näheren Umgebung. Dorthin findet sie immer wieder zurück. Von Natur aus hat sie nämlich einen ganz tollen Orientierungssinn. Die Taube hat so etwas wie eine Landkarte. "Keiner weiß genau, wie die aussieht", sagt der Experte. "Aber darauf kann die Taube schauen, dran riechen und sich mit anderen Sinnen orientieren."

Warum haben Adlige blaues Blut?

Wer heute leicht gebräunt ist, der passt ins Schönheitsideal. Früher war das aber anders. Blasse Haut war ein Markenzeichen der Schönen und Reichen. Während die ärmeren Leute draußen auf dem Feld arbeiten mussten und deshalb im Sommer braun wurden, konnten die Adligen im Haus bleiben oder sich gemütlich in den kühlen Schatten setzen. Durch ihre blasse Haut schimmerten die blauen Adern natürlich besonders gut hindurch. Es hatte also auf den ersten Blick den Anschein, als hätten die Adligen tatsächlich blaues Blut.

Wer bekam den ersten Stern auf dem Walk of Fame

Keine Frage, wer auf dem Walk of Fame ("Weg des Ruhms") verewigt wird, der hat es geschafft. Die amerikanische Schauspielerin Joanne Woodward hatte die Ehre, am 9. Februar 1960 als erste mit einem der berühmten Sternchen geehrt zu werden. Inzwischen zieren rund 2400 solcher Sterne den beliebten Gehsteig in Hollywood.

Warum sagt man "Das ist doch das Gleiche in Grün"?

Die Redensart beschreibt, dass zwei Dinge im Prinzip gleich sind. Aber warum denn in Grün?

Im Oktober 1921 brachte Citroen seinen Kleinwagen "5 CV" auf den Markt. Dieser war zunächst nur in der Farbe Zitronengelb erhältlich. Drei Jahre später kopierte Opel dieses Auto und stellte es unte dem Namen "4 PS" vor. Der einzige Unterschied: Das Opel-Modell war grasgrün - die Citroen-Hersteller hatten allen Grund zu sagen: "Das ist doch das Gleiche in Grün"

Wie entstehen Fata Morganas?

Reisende in der Wüste fürchteten sie, auf dem weiten Meer erzählte man sich schauerliche Geschichten über die mysteriösen Trugbilder, die ehrliche Seebären zum Schaudern brachten. Doch eigentlich ist eine Fata Morgana nichts weiter als eine Luftspiegelung und überhaupt nichts Gruseliges.

Einen ganz ähnlichen Effekt könnt ihr auch bei uns an heißen Sommertagen über asphaltierten Straßen beobachten: Über der Fahrbahn flimmert es.

Warum? Die Sonne heizt die Straße extrem auf, die heiße Luft steigt wegen ihrer geringeren Dichte hoch und trifft dabei auf die etwas kühlere Umgebungsluft. Die erhitzte Luft hat aber auch eine andere optische Dichte als kältere - so wie etwa Glas und Luft auch unterschiedliche Dichten haben.

Fällt ein Lichtstrahl durch diese beiden unterschiedlichen Schichten, wird er deshalb wie bei einem Brennglas gebrochen. Dadurch entsteht die optische Verzerrung, die wir als das Flimmern an heißen Tagen kennen.

Bei optimalen Bedingungen kann diese Brechung d…

Warum werden Babys nicht heiser

Das neugeborene Baby liegt in der Wiege und schreit. Und schreit, und schreit. Ist das normal, fragen sich die besorgten Eltern. Warum wird es eigentlich nicht heiser?

Alle Laute, die wir von uns geben - ob Schreien oder Sprechen - entstehen durch die Schwingungen der Stimmbänder im Kehlkopf. Sie bestehen aus Muskeln und Gewebeschichten, und wenn sie zu stark belastet werden, etwa durch langes Schreien, kann eine Entzündung im Kehlkopfbereich entstehen. Die verhindert dann, dass die Stimmbänder frei schwingen können, und die Stimme versagt - man ist heiser. Wie viele Organe in unserem Körper sind auch die Stimmbänder einem Abnutzungsprozess unterworfen. Je mehr sie im Laufe des Lebens beansprucht werden, desto anfälliger werden sie für Ausfälle, sprich: Heiserkeit. Genau da liegt der Vorteil gesunder Babys. Ihr Organ ist brandneu und voll funktionsfähig. Entwickelt sich der Säugling zum so genannten Schreikind, kann dieser Vorteil bereits nach einem Jahr vorüber sein und…

Wie kommt der Sand in die Wüste?

Sand entsteht, wenn Gestein verwittert

Erklären kann das Matthias Franz. Er arbeitet in der Stadt Freiburg beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau. Matthias Franz kennt sich mit Steinen aus. Er sagt: Der Sand in den Wüsten entsteht, wenn hartes Gestein verwittert, wie zum Beispiel Granit.

Regen, Hitze und Eis verändern das Gestein

Die Natur nagt kräftig an dem Granit, erklärt Mattias Franz. Sonne, Wind und Wasser wirken auf das Gestein. Durch die Hitze springt der Stein leicht auf und bekommt Löcher und Ritzen. Gefriert darin im Winter das Regenwasser, platzt der Stein noch weiter auf. Auch Wurzeln von Pflanzen können Teile aus dem Gestein herauslösen.

Steine werden immer kleiner

Sand entsteht aber viel häufiger aus Sandstein, sagt Matthias Franz. Sandstein war vor vielen Jahren schon einmal Sand. Der wurde zusammengepresst, zum Beispiel als sich die Kruste der Erde verschoben hat. Die Natur löst auch aus dem Sandstein Teile heraus. Wind und Wasser tragen die kleinen Steine i…

Wie viel sollen wir trinken?

Der Flüssigkeitsbedarf des Körpers ist nicht so hoch wie angenommen! Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die Trink-Empfehlung von zwei Litern Wasser am Tag überholt ist. Stattdessen genügt es, nur zu trinken, wenn man durstig ist. Das berichtet National Geographic Deutschland in der Oktober-Ausgabe. Grundlage für die Empfehlung von zwei Litern Wasser täglich war offenbar eine Studie von 1933. Aus Untersuchungen an Nagetieren wurde damals für den Menschen ein Tagesbedarf von 2,5 Litern Wasser abgeleitet, um den Verlust durch Bewegung und Ausscheidungen zu kompensieren.

Ein Teil dieser Flüssigkeit wird auch durch die aufgenommene Nahrung abgedeckt. Mittlerweile hat man festgestellt, dass der verbleibende Flüssigkeitsbedarf zu hoch angesetzt wurde und auch mit anderen Getränken, darunter sogar Kaffee, gedeckt werden kann. Statt der alten Faustregel empfehlen die Wissenschaftler, lieber auf die Signale des Körpers zu achten. So ist ein untrügliches Zeichen für Wassermangel die …

Warum kann man sich nicht selbst kitzeln?

Nicht jeder Mensch ist gleich kitzelig. Auch an verschiedenen Körperstellen reagieren wir unterschiedlich empfindlich auf Kitzeln. Aber warum kann man sich nicht selbst kitzeln? Und was hat es mit dieser Körperreaktion überhaupt auf sich, bei der äußere Reize unfreiwilliges Lachen und Zuckungen auslösen?

Der berühmte britische Naturforscher Charles Darwin (1809 - 1882) glaubte, dass der Kitzelreiz vor allem einen sozialen Hintergrund habe und zum Beispiel Ausdruck von Annäherungen und Gefühlsregungen untereinander sei. Darwin vermutete, dass man sich nicht selbst kitzeln könne, da der Moment des Reizes unerwartet kommen müsse. Tatsächlich ist man empfindlicher, wenn man mit dem Kitzeln "überrascht" wird und nicht darauf vorbereitet ist. Damit ist das Phänomen allerdings noch nicht geklärt.

Neurologen - also Ärzte, die sich mit unserem Nervensystem beschäftigen - fanden heraus, dass es etwas mit der Informationsverarbeitung des Gehirns zu tun hat. Das Gehirn nimmt ständig Inf…

Warum haben Menschen eine Körpertemperatur von 37 Grad?

Wenn es draußen richtig heiß ist, laufen wir im T-Shirt und in kurzen Hosen los. Im Winter hingegen kramen wir einen dicken Pulli aus dem Schrank. Mit unserer Kleidung sorgen wir mit dafür, dass unser Körper stets 37 Grad warm ist. Doch warum ist das so? Warum haben Menschen genau diese Körpertemperatur?


Der Mensch ist ein "gleichwarmes" Lebewesen

Die Antwort auf die Frage weiß Heinrich Meyer von der Technischen Universität München im Bundesland Bayern. Er kennt sich mit unserem Körper gut aus und sagt: Der Mensch gehört zu den gleichwarmen Lebewesen. Das heißt, dass die Temperatur sich nie drastisch verändert. Gleichwarme Lebewesen haben eine Temperatur von etwa 37 bis 39 Grad Celsius. Diese Temperatur hat sich im Laufe ihrer Entwicklung durchgesetzt. Säugetiere und Vögel haben eine gleichbleibend hohe Temperatur. Der Mensch gehört zu den Säugetieren, denn Babys bekommen Milch von ihrer Mama.

Vorteile der gleichbleibenden Körpertemperatur

Heinrich Meyer sagt, dass die gleic…

Wieso jagen viele Tiere nachts?

Tagsüber gehen Kinder in die Schule und Erwachsene zur Arbeit. Nachts ruhen sie sich aus und schlafen. Bei vielen Tieren ist es genau andersherum: Nachts versuchen sie, Beute zu machen. Am Tag dösen sie. Doch warum jagen die Tiere nachts und nicht tagsüber?

Schutz vor Feinden

Dafür gibt es zwei Gründe. Tiere, die nachts auf Futtersuche gehen, sind dann selbst besser geschützt vor ihren Feinden, die tagsüber jagen. Zu diesen Feinden gehören zum Beispiel Greifvögel wie Bussarde, Falken oder Habichte.

Besondere Sinne nutzen

Der zweite Grund, warum manche Tiere nachts jagen, sind ihre besonderen Eigenschaften. In der Nacht aktive Tiere haben oft besondere Sinne und andere Fähigkeiten, um an Beute zu kommen. Eulen sind ein Beispiel dafür. Sie können lautlos fliegen, weil ihr Gefieder ganz weich und fluffig ist. So können sich die Eulen Mäusen nähern, ohne dass die kleinen Nager etwas merken. Und Mäuse fressen Eulen sehr gerne.

Eigenschaften der Eule

Eulen haben noch eine andere besondere Eige…