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Es werden Posts vom 2009 angezeigt.

Warum werfen Tannenbäume ihre Nadeln nicht ab?

An Weihnachten gibt es in vielen Familien einen Tannenbaum. Er ist geschmückt mit Kugeln oder Anhängern, Kerzen oder Lichterketten. Die Tannennadeln duften im Wohnzimmer, denn die Tannen werfen ihre Nadeln auch im Winter nicht ab. Aber warum ist das so?


Tannenbäume bekommen nicht jedes Jahr neue Nadeln
Tannenbäume sind immergrüne Pflanzen. So brauchen sie nicht jedes Jahr wieder viel Kraft, um neue Blätter wachsen zu lassen.


Blätter verbrauchen viel Energie
Die meisten Pflanzen bei uns werfen im Winter ihre Blätter ab. Die Blätter erfüllen im Winter ihren Zweck nicht, sie lohnen sich für die Pflanzen nicht. Denn im Winter scheint die Sonne kürzer. Die Pflanzen wandeln mit den Blättern das Sonnenlicht in Zucker um. Der liefert ihnen Energie. Das nennt man Photosynthese. Im Winter können die Pflanzen nicht viel Energie aus dem Sonnenlicht gewinnen. Die Blätter würden aber Energie verbrauchen, da sie ja leben. Darum werfen die Pflanzen die Blätter lieber ab. Im Frühling wachsen wieder neue B…

Wie funktionieren Gleitsichtgläser?

Im Jahr 1959 präsentierte die Firma Essel (heute Essilor) die ersten Gleitsichtgläser der Öffentlichkeit. Der Erfinder Bernard Maitenaz hat sie vor allem für alterssichtige Menschen entwickelt. Mit der ganz normalen Alterssichtigkeit ist es nicht mehr oder weniger gut möglich, im Nahbereich scharf zu sehen. Eine Brille muss also her. Es gibt für diesen Zweck Lesebrillen, die mit Einfachgläsern rein auf das Sehen in der Nähe ausgelegt sind. Und es gibt (neben einigen anderen Formen) sogenannte Bifokalbrillen, die es dank zwei verschiedener Glasbereiche erlauben, sowohl in der Ferne als auch im Nahbereich scharf zu sehen.

Und genau diese Brille war es, die Bernard Maitenaz wurmte: „Im oberen Teil der Linse war die Fernsicht gut und das Nahfenster erlaubte ebenfalls eine gute Sicht. Doch dazwischen gab es einen Sprung, der das Blickfeld zerschnitt und das Sehen unnatürlich und unbequem machte. Dieser geteilte Blick schien mir einfach nicht akzeptabel. Deshalb habe ich angefangen, Berechn…

Woher kommt: Mein Name ist Hase (, ich weiß von nichts)

Rolf-Bernhard Essig (*1963)
Mein Name ist Hase (, ich weiß von nichts)


Das Wintersemester 1854/55 ging dem Ende entgegen, als ein fremder Student auf der Flucht in Heidelberg eintraf. Er hatte im Duell seinen Gegner erschossen und suchte eine Möglichkeit, über die Grenze nach Straßburg zu gelangen. Der Heidelberger Student Viktor Hase lieh ihm dafür seine Studentenlegitimationskarte. Die genügte als Pass, um nach Frankreich zu kommen, wo der falsche Hase die Karte fortwarf. Doch sie wurde gefunden.

Das Universitätsgericht in Heidelberg lud deshalb Hase vor. Als angehender Jurist wusste er, dass er nur auf die Frage nach seinem Namen antworten musste. Also sagte er vor Gericht: "Mein Name ist Hase, ich verneine die Generalfragen, ich weiß von nichts!" Da man ihm nichts nachweisen konnte, verließ er das Gericht als freier Mann.

Weil er seinem Kommilitonen geholfen, dem Gericht aber nichts gesagt hatte, wurde Hase als Held gefeiert und sein forscher Spruch zum Geflügelten Wort.

Warum frieren Frauen schneller als Männer?

Wenn uns kalt ist, ziehen wir entweder einen dicken Pullover an, drehen die Heizung höher auf oder schließen das Fenster. Häufig ist es so, dass Frauen schneller frieren als Männer. Doch woran liegt das?


Schuld am Frieren sind die Hormone
Die Antwort weiß Johannes Wagner. Er ist einer der Chefärzte an der Schlossklinik Abtsee in Laufen. Die Stadt Laufen liegt im Bundesland Bayern. Johannes Wagner sagt: "Dass Frauen eher frieren als Männer, liegt an den Hormonen." Hormone sind Stoffe, die wir im Körper haben. Sie sorgen zum Beispiel dafür, dass Männer viele Muskeln bekommen oder ihnen ein Bart wächst.


Ab 15 Grad schlechtere Durchblutung
Die Frauen haben das Hormon Östrogen im Blut. Es ist für viele Dinge verantwortlich, unter anderem auch dafür, dass die Adern, in denen das Blut fließt, sich weiten. Dadurch werden Hände und Füße eigentlich schön warm. Weil der Körper dadurch aber viel Wärme nach außen abgibt und diese verliert, kommt es dazu, dass Frauen frösteln. Denn ab etwa 15…

Wozu ist Ohrenschmalz gut?

Viele Menschen machen sich nur ungern die Ohren sauber. Ohrenschmalz ist gelb und schmierig. Viele finden das ein bisschen eklig. Aber wozu ist Ohrenschmalz überhaupt gut?

Ohrenschmalz ist nützlich
Claudia Jacob meint, dass Ohrenschmalz nützlich für den Menschen ist. Sie ist Biologin in der deutschen Hauptstadt Berlin. Claudia Jacob betreut dort zusammen mit anderen Naturwissenschaftlern einen "Forschergarten". Im "Forschergarten" können sich Kinder zum Beispiel erklären lassen, wozu Ohrenschmalz da ist. Der Forschergarten, den Claudia Jacob betreut, gehört zum Gläsernen Labor in Berlin.

Wasser und Staub machen schwerhörig
Claudia Jacob ist sich sicher: Ohrenschmalz hält die Ohren sauber. Das hat mit dem Staub zu tun, der in der Luft ist. Normalerweise bemerken wir diesen Staub nicht. Er fällt erst dann auf, wenn er zum Beispiel auf Möbeln liegen bleibt. Der Staub kommt auch ins Ohr. Wenn wir uns dann noch die Haare waschen, haben wir auch noch Wasser im Ohr. Staub und…

Warum sind Hundenasen feucht?

Egal, ob groß oder klein: Hunde schnüffeln. Sie schnüffeln an Bäumen, am Boden, draußen und im Haus. Ihre Nase ist überall. Und wenn sie uns mit der Nase anstupsen, merken wir: Sie ist kalt und nass. Aber warum sind Hundenasen eigentlich feucht?


Hunde können besser riechen
Mit der feuchten Nase können Hunde besonders gut riechen. Hunde haben 17 bis 30 Mal so viel Riechschleimhaut in der Nase wie Menschen. In der sitzen Riechzellen, die den Geruch wahrnehmen. Hunde können schon einzelne Teilchen von unserem Körperschweiß riechen, die wir noch gar nicht wahrnehmen können. Darum kann man sie auch so gut einsetzen, um Menschen zu finden, die zum Beispiel von Schneelawinen verschüttet wurden.


In der Feuchtigkeit riecht man besser
Die feuchte Nase hilft, dass alle Teilchen, die duften, auch bei den weit hinten liegenden Riechzellen ankommen. Denn dabei kann man besser riechen, als wenn alles trocken ist. Außerdem atmet der Hund, wenn er schnüffelt, viel schneller und atmet mehr Luft ein als wir…

Wer bringt eigentlich die Geschenke?

Nach weihnachtlichem Brauchtum bescherte ursprünglich der heilige Bischof Nikolaus die Kinder am 6. Dezember – dem Gedenktag seines Todes. Nikolaus von Myra (* zwischen 270 und 286) soll schon als Kind Wunder vollbracht haben. Bereits kurz nach seinem Tod um die Jahre 345 bis 350 verehrten ihn die Menschen als Heiligen. Die Protestanten lehnten jedoch die Verehrung von Heiligen ab. Deshalb führte Martin Luther (1483–1546) die Kunstfigur des Christkinds ein. Jesus Christus selbst und nicht ein Heiliger sollte fortan am 24. Dezember Geschenke bringen.

Der beliebte Nikolaus-Brauch ließ sich jedoch nicht so leicht auslöschen: Eine Gestalt namens Weihnachtsmann tauchte anstelle des Nikolaus an Heiligabend auf. Das Lied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“, das Hoffman von Fallersleben im Jahr 1835 dichtete, machte die neue Figur unter anderem bekannter.

Heute unterscheiden wir kaum mehr zwischen den beiden. Coca Cola nutzte den Weihnachtsmann, dessen rotes Gewand erst Ende des 19. Jahrhundert…

Warum läuft uns bei kaltem Wetter die Nase?

Eine Runde spazieren gehen oder toben auf dem Spielplatz - und schon läuft bei kaltem Wetter die Nase. Und das ganz ohne Erkältung. Warum läuft die Nase wie bei einem Schnupfen, wenn es draußen kalt ist?

Kälte ist so ähnlich wie Staub
Kälte ist für die Nase so ähnlich wie Staub. Sie reagiert verschnupft.

Die Luft in der Nase wird aufgewärmt
Die Nase hat im menschlichen Körper mehrere Aufgaben. Sie macht die Atemluft sauber, feucht und warm. Die Nase ähnelt einer Heizung, die die Temperatur misst, bevor sie die Luft erwärmt. Wenn unsere Atemluft kalt ist, melden spezielle Fühler in der Nase das unserem Gehirn. Das weiß dann, dass die Nase die Luft stark aufwärmen muss. Es sorgt dafür, dass mehr warmes Blut in die Nase fließt. Dadurch schwillt das Naseninnere an und erwärmt die Luft, damit sie nicht so eisig im Hals und in der Lunge ankommt.

Krankheitserreger werden abgewehrt
In der Nase gibt es auch immer Flüssigkeit, damit die Schleimhäute in der Nase schön feucht sind. Mit dem Anschwell…

Warum träumen wir eigentlich?

Träume gehören zum Schlaf dazu. Auch wenn wir uns nicht immer an sie erinnern können. Manchmal dauert es nach dem Aufwachen aber auch einige Minuten, bevor wir realisieren, dass das eben Erlebte nur im Traum statt gefunden hat. Wann und warum wir träumen, wieso jeder Mensch Albträume hat, ob auch Tiere träumen und vieles mehr erfährst du hier.

Was ist die REM-Phase?
Im Schlaf durchlaufen wir mehrere Phasen. Die Nacht beginnt meist mit einer traumlosen Einschlafphase, auf die der sogenannte REM-Schlaf folgt. Die Buchstaben stehen für "Rapid Eye Movement", was übersetzt "schnelle Augenbewegungen" bedeutet. In dieser Phase ist unser limbisches System im Gehirn noch aktiver als im Wachzustand. Seine Aufgabe ist die Verarbeitung von Emotionen - im Schlaf hauptsächlich von Ängsten. Gleichzeitig ist der Teil des Gehirns, der das rationale, also logische Denken steuert, nicht aktiv. Unsere Träume kommen uns deshalb real vor, selbst wenn die seltsamsten Wesen darin auftauche…

Wieso ist Nürnberg Lebkuchen-Zentrum?

Ein unverzichtbarer Bestandteil von Lebkuchen war lange Zeit der Honig. Bevor die Menschen im 18. Jh. begannen, Zucker in großen mengen herzustellen, war Honig der wichtigste Süßstoff überhaupt. Und bevor die ersten Imker im 14. Jh. mit der gewerblichen Bienenzucht begannen, wurde Honig in der freien Natur gesammelt – vor allem in den Wäldern.

Diejenigen, die den Honig wilder Bienenvölker in den Wäldern gewerblich sammelten, hießen Zeidler. Sie arbeiteten vorzugsweise in Nadelholzgebieten. Wichtigste Standorte der Zeidlerei im Mittelalter waren daher Gebiete im Fichtelgebirge und der Nürnberger Reichswald. Zeidler waren hoch angesehene Personen, da sie nicht nur Honig, sondern auch Wachs für Kirchenkerzen lieferten. Da es in den dichten Wäldern rund um Nürnberg gefährliche Bären und auch Honigwilderer gab, war es ihnen sogar erlaubt, sich bei der Arbeit zu bewaffnen. Außerdem durften sie 90 % des Honigs für sich behalten und mussten nur 10 % abgeben – eine großzügige Regelung, die ihne…

Warum fallen Wolken nicht herunter?

Am Himmel ziehen in verschiedenen Höhen unterschiedliche Wolken entlang. Sie bringen mal Schnee, mal Regen und manchmal sehen sie einfach nur schön aus. Wolken bestehen aus winzigen Wassertröpfchen. Wasser fällt eigentlich auf den Boden. Aber warum bleiben die Wolken oben?

Aufsteigende Luft hält Wolken oben
Der Diplom-Meteorologe Gerhard Lux weiß, dass aufsteigende Luft die Wolken am Himmel hält. Er arbeitet in der Stadt Offenbach im Bundesland Hessen beim Deutschen Wetterdienst. Er erklärt dort Journalisten alles Mögliche über das Wetter. Beim Deutschen Wetterdienst wird das Wetter untersucht und vorhergesagt.

Die Wolken fallen nicht hinunter
Gerhard Lux kann auch erklären, warum es Wolken gibt und sie oben bleiben. Er sagt: "In der Luft ist immer auch etwas Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf. Wasserdampf ist ein Gas. Man kann es nicht sehen. Trotzdem ist es da." Wenn Wasserdampf nach oben steigt, kühlt er ab und kondensiert dadurch. Das heißt, aus unsichtbarem Wasserdamp…

Was leistete Louis Pasteur?

Pasteurisierte Milch finden Sie heute in jedem Supermarktregal. Und während Ihrer Schulzeit haben Sie sicher vom Namensgeber, dem Franzosen Louis Pasteur (1822–1895), gehört. Der Naturforscher widmete sich der Mikrobiologie und wollte anderen mit seinen Erkenntnissen helfen: Er machte z. B. die Erreger für Milzbrand und Geflügelcholera ausfindig und entwickelte einen Impfstoff gegen Tollwut – damit läutete er das Zeitalter der aktiven Immunisierung ein, ein Thema, das heute besondere Aktualität genießt ... Pasteur erkannte auch, dass sich Bakterien in Lebensmitteln durch kurzes Erhitzen auf 60 bis 90 Grad Celsius recht zuverlässig abtöten lassen – ohne dass sich Geschmack oder sonstige Eigenschaften dabei merklich verändern. Damit hatte er ein ganz neuartiges Verfahren entwickelt, um bestimmte Lebensmittel haltbar zu machen!

Bevor Pasteur dazu kam, musste er jedoch erst einmal nachweisen: Es sind Kleinstlebewesen wie Bakterien, die Lebensmittel verderben lassen. Er war fest davon überz…

Was haben Rentiere mit Weihnachten zu tun?

Rentiere oder Rene, wie sie auch heißen, gehören zur Familie der Hirsche. Und als solche warten sie mit einigen Besonderheiten auf: Sie sind die einzigen Großsäugetiere, die so weit im Norden leben und selbst Temperaturen von minus 50 Grad Celsius überstehen. Rentiere leben sowohl im Norden Nordamerikas als auch Eurasiens, auf Grönland und weiteren arktischen Inseln. Sie können ihre Hufe so weit spreizen, dass sie auch auf morastigen Boden oder im Schnee einen guten Halt haben. Außerdem nutzen sie sie als Schaufeln, um im Schnee nach Nahrung zu graben. Diese ist übrigens rein pflanzlich: Im Winter ernähren sich Rene von Beeren und nährstoffreichen Flechten, im Sommer von Blättern, Gräsern, Pflanzentrieben und Pilzen - sogar der giftige Fliegenpilz steht auf ihrem Speiseplan.

In Nordamerika leben drei Viertel aller wilden Rentiere, denn dort waren sie als Haustiere unüblich. In Europa und Asien sind dagegen die meisten domestizierten Rene beheimatet, viele davon in Sibirien. Rene sind a…

Der Schwarze Freitag

Am 25. Oktober 1929 erreichte Europa die Nachricht eines großen Börsenkrachs an der US-amerikanischen Wall Street. Hier war am Tag zuvor der Kurs des Dow Jones rapide abgestürzt. Es war der Beginn der Weltwirtschaftskrise, die schwerwiegende Folgen für Anleger, Unternehmen und die wirtschaftliche Lage auf der ganzen Welt hatte.

Wie kam es zum großen Börsenkrach?
In den "Goldenen 1920er Jahren" befand sich vor allem Amerika in einer viel versprechenden wirtschaftlichen Lage. Stand der US-amerikanische Aktienkurs Dow Jones 1923 noch bei 100 Punkten, hatte er bald schon einen Rekordstand von 331 Punkten. Die Menschen dachten, der Aufschwung werde ewig anhalten und legten ihr Geld nun vermehrt in verschiedene Aktien an, um an der positiven Entwicklung teilzuhaben. Viele besaßen nicht genug eigenes Vermögen, um an der Börse einzusteigen, weshalb sie sich von den Banken Kredite besorgten. Sie hofften, mit den Aktien so viel Gewinn zu machen, dass sie davon das Darlehen zurückzahlen…

Warum sind Planeten rund?

Fallen wir am Ende der Welt irgendwo herunter? Vor Hunderten von Jahren dachten das die Menschen. Sie hielten die Erde für eine Scheibe. Längst haben Wissenschaftler herausgefunden, dass das nicht stimmt. Die Erde sieht aus wie eine Kugel. Aber warum ist das so?

In unserem Sonnensystem gibt es viele runde Planeten

Nicht nur die Erde ist eine Kugel. In unserem Sonnensystem gibt es noch viele andere Planeten, die rund sind. Planeten entstanden, weil viele kleinere Gesteinsbrocken und andere Teile zusammenkrachten. Daraus entwickelten sich dann immer größere Klumpen. Diese Klumpen wurden rund, weil es die Schwerkraft gibt. Schwerkraft können wir spüren, wenn uns zum Beispiel ein Stift herunterfällt. Eigentlich fällt er gar nicht, sondern die Erdmasse zieht ihn an.


Bei großen Planeten ist die Schwerkraft sehr stark

Je größer ein Planet ist, umso größer ist auch seine Schwerkraft. Große Planeten haben auch eine viel glattere Oberfläche als kleine. Denn die Schwerkraft zieht die Gesteinsbrocken…

Warum sehen wir bei Regen manchmal einen Regenbogen?

Regenwetter finden viele Menschen nicht schön. Es sei denn, die Sonne scheint gleichzeitig. Dann können wir mit ein bisschen Glück einen Regenbogen sehen. Aber warum genau sehen wir bei Regen manchmal einen Regenbogen?

Das Licht wird im Regenbogen in sieben Farben aufgeteiltDas Licht der Sonne wird in einem Regenbogen in sieben verschiedene Farben aufgeteilt. Physiker nennen das Lichtbrechung. Sonnenlicht ist zwar normalerweise erstmal weiß. Aber in Wirklichkeit besteht das helle Licht aus den sieben Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigoblau und Violett. Zusammen ergeben diese sieben Farben weißes Licht. Jeder Wassertropfen kann das Licht in seine sieben Farben zerlegen. Und wenn es regnet, sind genug Wassertropfen zum Zerlegen da.Die Sonne hinter uns habenDamit wir bei Regen einen Regenbogen sehen können, müssen wir die Sonne hinter uns haben. Das Sonnenlicht muss in einem ganz bestimmten Winkel auf die vielen Regentropfen fallen, die das weiße Licht in seine sieben Farben brec…

Was bedeutet der Begriff "Gastronomie"

Wort GASTRONOMIE ist ein GRIECHISCHES Wort und setzt sich zusammen aus Gastro=MAGEN und Nomos=REGEL, also Regeln des Magens! Die Gastronomie hat sich also um die Regeln der Magenpflege zu kümmern bzw. diese zu befolgen... ... sieht man auch an der ärztlichen Bezeichnung Gastroenterologe, zu dem Arzt geht man, wenn man Probleme mit dem Magen (Gastro) oder Darm (Entero) hat.

Warum heißt der Bierdeckel eigentlich Deckel, wenn man ihn unter das Glas legt?

"Die Zeiten, in denen man sein Trinkgefäß mit dem Untersetzer auch mal abdeckte, sind längst vorbei, und trotzdem hat sich die Bezeichnung "Bierdeckel" bis heute erhalten und keiner nennt die Pappscheibe "Bieruntersetzter". In Anlehnung an die Zeit, als der Bieruntersetzer, der den überlaufenden Schaum aufsaugen soll, noch aus Filz war, ist im süddeutschen Raum "Bierfilz(l)" der gebräuchlichste Name." Bis Ende des 19. Jahrhunderts waren Filz der einzige Rohstoff zur Bieruntersetzerherstellung. Ihre Form war meist quadratisch; mitunter gab es auch Einsätze, in die die Bierfilze gelegt wurden. Dass sich Bakterien darin sehr wohl fühlten, soll hier nur am Rand vermerkt werden. Die durchfeuchteten Bierfilze wurden vom Wirt dachziegelartig zum Trocknen aufgestellt oder in Bierfilzständer gestellt.

Was ist Toleranz?

Der Internationale Tag der Toleranz soll Problembewusstsein in der Öffentlichkeit wecken und auch die Gefahren der Intoleranz deutlich machen. Doch was ist Toleranz eigentlich? Etwas tolerieren bedeutet ursprünglich „etwas dulden, zulassen, gelten lassen“, abgleitet aus dem lateinischen tolerare = „ertragen, erdulden“. So war denn auch die Toleranz zu übersetzen mit Duldsamkeit, die Intoleranz mit Unduldsamkeit. Erst später schloss die Bedeutung von Toleranz auch Großzügigkeit, Rücksichtnahme und Aufgeschlossenheit ein.

In Artikel 1 der UNESCO*-Erklärung steht über die Bedeutung von Toleranz (hier nur auszugsweise dargestellt):

1.1 Toleranz bedeutet Respekt, Akzeptanz und Anerkennung der Kulturen unserer Welt, unserer Ausdrucksformen und Gestaltungsweisen unseres Menschseins in all ihrem Reichtum und ihrer Vielfalt. Gefördert wird sie durch Wissen, Offenheit, Kommunikation und durch Freiheit des Denkens, der Gewissensentscheidung und des Glaubens.

1.2 Toleranz ist nicht gleichbedeutend m…

Woher kommt die Triskaidekaphobie? Warum haben wir Angst vor Freitag dem 13.

Triskaidekaphobie bedeutet Furcht vor der Zahl 13 (aus dem Altgriechischen triskaideka: 13, phobie: Angst). Nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach aus dem Jahre 2005 verspüren 28 % der Deutschen bei der Zahl 13 Unwohlsein. Bei einigen ist die Angst besonders ausgeprägt: Sie meiden die 13 wo es geht. Auch in anderen Ländern gilt die Zahl als Unglücksbote. In vielen Hochhäusern fährt der Fahrstuhl vom 12. in den 14. Stock. Flugzeuge verzichten auf eine 13. Sitzreihe, Hotels auf die Zimmernummer 13. Selbst in der Formel Eins sucht man vergeblich nach der Startposition 13.

Der Ursprung dieses Aberglaubens ist nicht eindeutig geklärt. Eine Deutung geht davon aus, dass sowohl die 13, als auch der Freitag schon seit Jahrhunderten als Unglückssymbole gelten. Deshalb befürchteten abergläubische Menschen an Freitagen, die auf einen 13. fielen, ein besonders großes Unglück. Heute ist dieser Glauben derart verbreitet, dass auch diejenigen an Pech glauben, die weder vor Freit…

Was ist Social Shopping?

Stellen Sie sich vor, Sie wollen bei einer Internet-Buchhandlung einkaufen, wissen aber noch nicht genau, welches Buch. Sie geben einen Suchbegriff ein, zum Beispiel „Chinesisch Kochen“. Dann erhalten Sie eine Auswahl an Büchern, teilweise mit Bewertungen versehen. Sie klicken sich rein und lesen einzelne Bewertungen von anderen Nutzern durch, gelangen vielleicht noch auf die Lieblings-Bücherliste von „KochFan“ und irgendwann haben Sie ein genaues Bild davon, welches Buch für Sie das richtige sein könnte. Sie legen es in den Warenkorb, denken vielleicht noch über ein zweites nach, das auch gute Rezensionen hatte, und kaufen es ebenfalls. Das war in den Ansätzen schon Social Shopping!

Social Shopping oder auch Social Commerce findet im Internet statt, dort, wo Kunden oder Mitglieder einer Community nicht nur untereinander vernetzt sind, sondern aktiv werden. Sie empfehlen Produkte oder Dienstleistungen, legen ihre Erfahrungen damit offen, beraten andere Kunden und unterstützen sie so in…

Was passiert mit der Post ans Christkind?

wohin schicken Kinder am besten ihren Wunschzettel, wenn sie sicher gehen wollen, dass das Christkind oder der Weihnachtsmann ihn auch erhalten? Natürlich in Orte mit so wohlklingenden Namen wie Engelskirchen oder Himmelstadt. Während der Adventszeit betreibt die Deutsche Post in diesen und anderen Städten sogenannte Weihnachtspostämter. Und das erste Postamt nahm gestern im brandenburgischen Himmelpfort seine Arbeit auf.Bereits im Sommer gehen bei den deutschen Weihnachtspostämtern Briefe mit Wünschen oder Sorgen der Kinder ein. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer haben bis Heiligabend alle Hände voll zu tun, um den Postansturm zu bewältigen. Denn sie beantworten tatsächlich die Post der Kinder. Im brandenburgischen Himmelpfort gehen vor Weihnachten beispielsweise jeden Tag rund 1.000 Briefe ein, im vergangenen Jahr waren es insgesamt 280.000 Briefe, davon auch einige aus dem Ausland. So kommt es, dass der Weihnachtsmann dort nicht nur in Deutsch und Englisch seinen Antwortbrie…

Wie funktioniert ein Saxophon

Das Saxophon ist das jüngste der Holzblasinstrumente: Der Instrumentenbauer Sax entwickelte es um 1840 als Mischform zwischen den zarteren Holzblas- und den starken Blechblasinstrumenten. Beim Saxophon geschieht die Tonerzeugung über ein einfaches Rohrblatt, das an einem Schnabelmundstück festgeschraubt ist. Deshalb zählt das Saxophon zu den Holzblasinstrumenten*, auch wenn es aus lackiertem Messing besteht. Und so kommen Töne zustande: Wer in ein Saxophon bläst, bringt die Luft im Innern, die sogenannte Luftsäule, zum Schwingen. Je länger die Luftsäule, desto tiefer die Töne. Durch die Klappen variieren Musiker die Länge der Luftsäule und damit die Töne.

Das Saxophon erlaubt eine relativ einfache Griffweise bei bequemer Fingerstellung. Dadurch lässt es sich mit einer gewissen Leichtigkeit spielen und es eröffnen sich viele Gestaltungsmöglichkeiten. Es ist übrigens eines der wenigen Instrumente, mit dem Musiker auch selbst improvisieren. Jazzmusik ist ohne das Saxophon kaum vorstellbar…

Wie kam es zur Maueröffnung?

28 Jahre lang hatte sie die Deutsche Demokratische Republik (DDR) von der Bundesrepublik getrennt. Ende 1989 war sie Geschichte: die Berliner Mauer. Davor hatte es in der ganzen DDR Demonstrationen für eine freie Ausreise gegeben. Immer mehr Menschen waren in den Westen geflüchtet. Daher sah sich die DDR-Spitze gezwungen zu handeln – ein neues Reisegesetz sollte helfen. In einer Pressekonferenz verlas Günter Schabowski (*1929), ein Funktionär der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), am 9. November 1989 die Nachricht: Ab sofort könnten alle DDR-Bürger kurzfristig die Ausreise beantragen. Schabowski durchkreuzte damit, ohne es zu wissen, die Pläne der DDR-Spitze. Diese wollte das erst am nächsten Tag veröffentlichen. Die Medien verbreiteten die Nachricht von den „offenen Grenzen“ in Windeseile. Tausende Menschen suchten die Grenzübergänge auf. Sie drängten auf Durchlass, sodass die Grenzposten schließlich der Menschenmenge nachgeben mussten. Einen Grenzübergang nach dem an…

Woher kommt der Winter-Blues?

Schuld an der gedrückten Stimmung ist das wenige natürliche Licht, das wir im Winter abbekommen, da die Tage bereits ab September immer kürzer werden. Das bringt die Stimmungsmacher im Gehirn aus dem Gleichgewicht: Statt des Glücksbotenstoffes Serotonin produziert die sogenannte Zirbeldrüse im Zwischenhirn schon am Tag das müde machende Schlafhormon Melatonin.

3.000 bis 4.000 Lux Lichtintensität täglich sind notwendig, um das seelische Gleichgewicht zu halten. Lux ist die Einheit, in der die Beleuchtungsstärke gemessen wird; das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Licht“. Im Sommer fangen wir etwa 100.000 Lux auf, im Winter sind es im Freien nur noch 1.500 oder 500 in der Wohnung. Fotorezeptoren in der Augennetzhaut fangen das Licht ein und leiten es an die Zirbeldrüse weiter. Reicht das natürliche Licht nicht aus, sagt sich der Organismus also: Es ist dunkel, du kannst schlafen gehen. Kunstlicht hat übrigens denselben Effekt. Lediglich spezielle Vollspektrum-Lampen, die natü…

Woher kommt das Wort "Restaurant"?

Das Wort "Restaurant" war ursprünglich eine Bezeichnung für eine "die Kräfte wiederherstellende Gesundheitssuppe", die in Paris kurz vor der französischen Revolution in öffentlichen Garküchen den Gästen serviert wurde. Später gab sie diesen neuen Örtlichkeiten ihren Namen. Eine andere Erklärung ist folgende: Bis 1765 speiste man in Tavernen, Gasthäusern etc. Dann eröffnete in Paris das "Champs dïOiseau". Über der Eingangstür stand das lateinische Motto: "Venite ad me, omne qui stomacho laboratis, et ego restaurabo vos" oder auf Deutsch: "Kommt zu mir, alle deren Magen knurrt, und ich will euch wiederherstellen."

Welche Torte ist die berühmteste?

Eine Torte (von italienisch torta, aus dem spätlateinischen torta = rundes Brot, Brotgebäck) ist, wie gleich einmal klargestellt werden sollte, kein Kuchen! Kuchen erfährt nämlich einen abschließenden Bachvorgang mit allen Zutaten, welcher bei der Torte tunlichst zu vermeiden ist, weil man sie damit ruinieren würde. Torten bestehen zwar aus gebackenen Bestandteilen, also aus Tortenböden, diese werden aber dann ohne nochmaliges Backen weiterverarbeitet.

Somit setzen sich Torten gewissermaßen aus zumeist mehreren übereinander gestapelten Kuchenschichten (Biskuit, Mürbeteig, Baiser etc.) zusammen, die anschließend mit Früchten, Cremes, Sahne, Quark, Marzipan und allem erdenklich anderen gefüllt werden. Je mehr und je kalorienreicher, desto besser. Zuletzt darf der Torte dann gerne noch eine Hülle aus Kuvertüre (Schokolade), Zuckerguss oder Marzipan verpasst werden. Naschkatzen, Schleckermäulchen und Kaffeetanten aus aller Herren Länder haben in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnte…

Was ist so mystisch an den Rabenvögeln?

Manch einem erscheinen Raben und Krähen, die zur Familie der Rabenvögel gehören, boshaft oder gar teuflisch und in Alfred Hitchcocks Film „Die Vögel“ lauern sie zum Angriff. Dieses negative Bild mag daran liegen, dass die aasfressenden Tiere seit dem Mittelalter als Boten des Todes galten. Eine Krähe neben dem Galgen – das war kein seltenes Bild. Auch bösen Mächten sagte man nach, sie könnten die Gestalt einer Krähe annehmen. Doch früher, vor der Christianisierung, waren die klugen, neugierigen Rabenvögel in vielen Kulturen hoch angesehen. In der nordisch-germanischen Mythologie waren sie Symbol der Weisheit. Zwei bekannte Raben waren „Hugin“ (= Gedanke) und „Munin“ (= Erinnerung), die untrennbar zum Göttervater Odin gehörten.
Auch unter Biologen und Vogelkundlern ist man sich einig, dass Raben besondere Gaben besitzen und sehr klug sind. Ein kanadischer Wissenschaftler behauptet, sie seien die intelligentesten Vögel. Es scheint, als könnten sie die Handlungen anderer voraussehen und s…

Wie funktioniert ein Kühlschrank?

Milch, Fisch, Gemüse oder Erdbeerjoghurt: Viele Dinge bewahren wir im Kühlschrank auf. Denn dort ist es kalt. Deshalb verderben die Lebensmittel nicht so schnell. Aber warum ist es im Kühlschrank kalt?


Gas im und am Kühlschrank wird erwärmt

In und an einem Kühlschrank gibt es feine Rohre. Durch die wird ein Gas geleitet. Dieses Gas wird in einem Kompressor zusammengedrückt. Kompressor heißt Verdichter. In dem Gas sind viele kleine Moleküle, also sehr kleine Teilchen. Beim Zusammendrücken rücken die Moleküle näher aneinander. Das ist wie bei Watte. Wenn ihr einen Wattebausch in die Hand nehmt und zusammendrückt, wird er kleiner. Die vielen kleinen Härchen sind dann dichter beieinander. So ist das auch bei diesem Gas. Weil all die kleinen Teilchen beim Verdichten aneinander reiben, wird das Gas warm.


Das Gas wird flüssig und wieder gasförmig

Doch wie kann das Gas dann den Kühlschrank kalt machen? Hinter dem Kühlschrank sind viele kleine Rillen, durch die wird das Gas geleitet. Dabei kühlt e…

Warum Schlaf so wichtig ist

Frühaufsteher oder Morgenmuffel? Jeder Mensch hat seinen eigenen Schlafrhythmus. Er wird von der inneren Uhr vorgegeben und sollte nicht durcheinander gebracht werden. Denn: Schlaf ist sehr wichtig - für Mensch und auch für Tier. Hier erfährst du, wieso Delfine mit nur einer Gehirnhälfte schlafen, wann wir träumen, warum man Nachtwandler nicht wecken sollte und vieles mehr rund ums Thema Schlaf.

An Träume erinnern

Das Weckerklingeln reißt einen oft aus den seltsamsten Träumen. Manchmal wacht man am Morgen aber auch auf und kann sich an gar nichts mehr erinnern. Woran liegt das? Wir träumen nur im sogenannten REM-Schlaf. Die Buchstaben stehen für "Rapid Eye Movement", was übersetzt "schnelle Augenbewegungen" bedeutet. In dieser Schlafphase atmen wir schneller, der Puls geht in die Höhe und wir bewegen unsere Augen unter den geschlossenen Lidern wild hin und her. Der Körper ist dann in einem Zustand, der dem des Wachseins ähnelt.


Wechselnde Schlafphasen

Damit wir das, wa…

Halloween - Vampire und Hexen ziehen von Haus zu Haus

Viele Kinder machen das. Sie werden sich verkleiden. Als Vampire, Hexen und Geister werden sie von Haus zu Haus ziehen und nach Naschereien verlangen. "Süßes oder Saures" werden sie rufen. Wer dann nichts geben kann, muss mit kleinen Streichen rechnen. Halloween kommt aus IrlandHalloween ist ein sehr altes Fest. Die Menschen höhlen Kürbisse aus, schnitzen Gesichter hinein und lassen sie leuchten. Die Kinder verkleiden sich und malen ihre Gesichter an. Der Halloween-Brauch kommt ursprünglich aus Irland. Damals feierten die Menschen das Ende des Sommers. Sie wollten Hexen und Geister vertreiben. Der Abend vor AllerheiligenDoch was bedeutet das Wort Halloween eigentlich? Es kommt aus dem Englischen und steht für "Abend vor Allerheiligen". Am 1. November ist Allerheiligen. An Allerheiligen denken die Christen an die Heiligen und die Menschen, die verstorben sind. In einigen deutschen Bundesländern ist Allerheiligen ein Feiertag. Immer mehr Deutsche feiern HalloweenHall…

Was bedeutet Harakiri?

Im 19. Jahrhundert wurde in Europa ein Brauch bekannt, wie er in Japan schon Jahrhunderte zuvor üblich war. Männer, die ihre Ehre wiederherstellen wollten oder für etwas sühnen sollten, begangen Selbstmord, indem sie sich den Bauch aufschlitzten. Diese Selbsttötung trägt eigentlich die Bezeichnung Seppuku, das Aufschneiden des Bauches ist nur ein Teil des Rituals – und das wurde hierzulande sowie in anderen europäischen Ländern und in den USA als Harakiri bekannt (hara = Bauch, kiru = schneiden).
Die Todesart wurde vor allem von den Samurai praktiziert, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts jedoch verboten. Das Etymologische Wörterbuch des Deutschen (dtv, 1999) schreibt: „Der Ausdruck kann auch auf andere Formen des Selbstmords oder auf risikoreiche Handlungen, die einem ideellen Selbstmord gleichkommen, angewendet werden.“ In dem Sinne werden heute als Harakiri auch gerne Vorhaben benannt, die zum Scheitern verurteilt sind.

Was bedeutet OTC?

OTC steht für englisch: over the counter, zu deutsch: über den Ladentisch. Das bedeutet, der Apotheker kann Ihnen das gewünschte Präparat frei über seine Theke reichen – ohne dafür ein ärztlich ausgestelltes Rezept von Ihnen bekommen zu haben. Übersetzt bedeutet OTC soviel wie „apothekenpflichtig“ bzw. „nicht verschreibungspflichtig“. Es handelt sich um Arzneimittel zur Selbstbehandlung. Sie werden dann in diese Kategorie eingestuft, wenn sie ohne ärztliche Überwachung eingenommen werden können und wenn sie die Gesundheit des Patienten nicht gefährden (vorausgesetzt dieser hält sich an die Dosierungsempfehlungen und sonstigen Bestimmungen).
Das „over the counter“ klingt sehr geschäftig und so ist das letztlich auch mit OTC-Produkten: Sie stellen sich selbst eine Diagnose, wollen Ihre Symptome mit einem altbekannten oder neu beworbenen Mittel behandeln, gehen in die Apotheke und fragen es nach. Für Sie ist klar, was Sie wollen oder brauchen, und sie wissen mit dem Medikament auch umzuge…

Phobien: Wovor kann man Angst haben?

Angst ist etwas sehr Hinderliches, da sie einen erstarren lässt und zur Passivität verdammt. Insofern nervt Angst. Auf der anderen Seite ist die Angst aber auch etwas durchaus Notwendiges und Gesundes, da sie einen daran hindert, verrückte, gewagte Dinge zu tun, mit denen man womöglich die eigene Gesundheit aufs Spiel setzt: Zum Beispiel im zwölften Stockwerk mal eben über ein schmales Balkongeländer zu balancieren. Angst kann aber natürlich auch pathologische Formen annehmen, also zur Krankheit werden. In diesem Fall spricht man von Angststörungen. Angststörungen, die übrigens zu den weit verbreiteten Volkskrankheiten gehören, liegen vor, wenn die Angstreaktion gegenüber der Bedrohungsquelle vollkommen unangemessen erscheint und darüber hinaus zu schwerwiegenden körperlichen Symptomen führt: Schwindel, Herzrasen, Zittern, Schweißausbrüche, Atembeschwerden, Übelkeit und Magen-Darm-Beschwerden.

Richtet sich die Angst auf ein bestimmtes Objekt, eine bestimmte Situation oder einen bestimm…

Wissenswertes über Cocktails

Sommerzeit ist die Zeit der Cocktail-Rezepte. Denn wenn draußen tropische oder zumindest subtropische Temperaturen herrschen, dann nuckelt, nippt und schlürft man gerne an einem kühlen Longdrink und genießt die besten Cocktail-Rezepte. Woher der Begriff "Cocktail", der wörtlich übersetzt "Hahnenschwanz" bedeutet, stammt, ist umstritten. Soviel ist aber sicher: Einerseits muss ein Cocktail gut aussehen, das heißt von angenehmer Farbe sein und ansprechend serviert werden, in einem schicken Glas, dekoriert mit Früchten, Schirmchen und sonstigem Flitter. Andererseits muss das Ergebnis der Cocktail-Rezepte natürlich auch noch wunderbar schmecken. Was aber enthalten die bekanntesten Cocktails, die man sicher noch nicht alle probiert hat, und wer hat sie erfunden?


Bellini-Cocktail
Der elegante Bellini, für den man Prosecco, Sekt oder Champagner mit einem halben pürierten weißen Pfirsich und eventuell etwas Zuckersirup vermengt, stammt aus der Lagunenstadt Venedig. Es heißt,…

Wer hat die Jeans erfunden?

Jeanshosen sind praktisch und sehen gut aus. Viele Menschen auf der ganzen Welt ziehen sie gerne an. Doch wer hat die Jeans eigentlich erfunden?
1873 wurde die Jeans zum ersten Mal verkauftLevi Strauss nennt man auch den 'Vater der Jeans', weil er als erster diese Hosen verkauft hat. Das war im Jahr 1873.

Levi Strauss wanderte in die USA ausLevi Strauss kam aus Buttenheim. Er wanderte aber als junger Mann in die USA aus. Ein paar Jahre später wurde im Westen der USA Gold gefunden. Aus Gold wird zum Beispiel teurer Schmuck hergestellt. Viele Menschen gingen daraufhin in den Westen der USA, denn sie wollten Gold finden und reich werden. Levi Strauss ging auch dorthin. Er begann, Geschäfte mit allem zu beliefern, was die Goldsucher jeden Tag brauchten. Dazu gehörten zum Beispiel Zahnbürsten und Knöpfe.

Nieten machen die Jeans besonders stabilIm Jahr 1872 schlug ein Schneider namens Jacob Davis Levi Strauss vor, besondere Arbeitshosen für die Goldsucher zu nähen. Die Hosen der Golds…

Seit wann gibt es heiraten?

Das Heiraten entstand vor etwa 5000 JahrenDie Kirche ist mit Blumen wunderschön geschmückt. Die Braut trägt ein weißes Kleid. Die Glocken läuten, das Paar küsst sich vor dem Altar und fährt schließlich mit einer Kutsche zu einem rauschenden Fest. So ungefähr wünschen sich viele Kinder und Jugendliche in Deutschland ihre Hochzeit. Das haben Forscher vor einiger Zeit herausgefunden. Doch wie kommt es eigentlich, dass Menschen heiraten?Seit 5000 Jahren wird geheiratetDas Heiraten zu erforschen, ist nicht einfach. Denn die Forscher wissen vieles von früher nicht. Doch die Experten gehen davon aus, dass das Heiraten vor etwa 5000 Jahren entstanden ist. Vorher lebten die Menschen in Sippen mit vielen zusammen. Vermutlich besuchten sich Männer und Frauen dieser Gruppen untereinander. Die Kinder wuchsen dann nicht wie heute alleine mit Mama und Papa auf. Die Mütter schlossen sich zusammen, um die Kinder großzuziehen. In einigen Naturvölkern gibt es das noch immer.
Heiraten, um die Frauen zu ko…

Was ist EPO?

EPO, das steht für Erythropoietin, ist ein Eiweiß-Hormon, das der menschliche Körper durchaus selbst produzieren kann. EPO stellt der Organismus in der Niere her; das Hormon regt die Stammzellen des Knochenmarks dazu an, mehr Erythrozyten (= rote Blutkörperchen) zu bilden. Und diesen Effekt macht man sich beim Doping zunutze. Denn ein Plus an roten Blutkörperchen verbessert den Sauerstofftransport im Körper und damit die Ausdauerleistung.Früher versuchten Sportler mittels Blutdoping (= durch Bluttransfusion) die Anzahl roter Blutkörperchen in die Höhe zu treiben. Seit das verboten ist, wird als Ersatz gentechnisch hergestelltes EPO verwendet, das schwer nachzuweisen ist. Auch CERA, eine veränderte Form von EPO, war schon im Gespräch, weil einige Radrennfahrer nach der Tour de France 2008 darauf positiv getestet wurden.Wenn Sie also davon hören, dass Kontrolleure bestimmte Blutwerte analysieren (dazu gehört z. B. der Hämoglobinwert), dann wissen Sie, dass nach EPO oder einer Modifikati…

Was ist eine Herkulesaufgabe?

Herkules, das ist der Held schlechthin. Er ist eine Gestalt aus der griechischen Mythologie und wurde schon im Altertum verehrt. Bei den Griechen hieß er Herakles, die Römer nannten ihn Herkules. Bekannt ist er für seine übernatürlichen Kräfte und für sein Beherrschen verschiedener Kampftechniken, aber auch für seine Zornesausbrüche. Diese brachten ihm letztlich nicht nur Kummer ein, sondern auch Arbeit. Weil er im Wahnsinn sowohl seine Frau als auch seine Kinder getötet hatte, musste er sich in den Dienst des Königs Eurystheus stellen. Nur so würde er laut des Orakels in Delphi seine Schuld aufheben können. Und dieser König stellte den starken Helden vor zwölf schier unlösbare Aufgaben. Daraus leitet sich die Redewendung „Herkulesaufgabe“ ab. Denn irgendwie schaffte es Herkules, alle Aufgaben zu bewältigen, nicht nur mit seiner Kraft, sondern auch mit Köpfchen.So steht denn auch die Koalition vor einer riesigen Aufgabe, die übermenschliche Kräfte erfordert. Sie muss zwar weder den ne…

Bundestag und Bundesrat

Am 7. September 1949 traten die beiden Verfassungsorgane der noch jungen Bundesrepublik Deutschland Bundestag und Bundesrat erstmals zusammen. Indem die Vorsitzenden der jeweiligen Institutionen bestimmt wurden, nahmen sie ihre Arbeit auf und waren somit konstituiert. Dies war ein weiterer Schritt Deutschlands auf dem Weg zur völligen Souveränität
Worin unterscheiden sich Bundestag und Bundesrat?Es mag zunächst verwundern, dass es in Deutschland zwei verschiedene Einrichtungen gibt, die die Legislative, also die Gesetzgebung, regeln. Doch die Väter der deutschen Verfassung haben sich durchaus etwas dabei gedacht. Man wollte nämlich die Gesetzgebung auf mehrere Ebenen verteilen. Im Bundestag sitzen die vom Volk direkt gewählten Abgeordneten der Parteien. Sie arbeiten die Gesetzesentwürfe aus und stimmen darüber ab. Damit aber die einzelnen Bundesländer Deutschlands auch ein Mitspracherecht haben, wurde der Bundesrat geschaffen. Dieser setzt sich aus Gesandten der Bundesländer zusammen. …